Marie Hansen Taylor to Lina Hansen, December 13, 1858, p. 6 - image of
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dem Fluss, über diesen bringt uns ein riesiges Dampf = Ferryboot, das aber so wie die Omnibuse, jede 10 Minuten Tag u. Nacht geht; am anderen Ufer setzten wir uns dann weiter in einen der unzäh= ligen Omnibuse u. fahren eine gute Strecke bis [roman:] Broadway [/roman]. Weiter bin ich noch nicht gekommen u. selbst von [roman:] Broadway [/roman] habe ich nicht den schönsten Theil gesehen. Neulich Morgen ging ich mit [roman:] Mrs. Stoddard [/roman] hinüber nach [roman:] New York [/roman] um unsere Vor= hänge einzukaufen. Sie führte mich in einen Laden, wie ich nie einen zuvor gesehen hatte. Es war eine kleine Stadt für sich u. Alles in einem Gebäude, ja in einem Rau= me. Eine Abtheilung stieß an die andere, eine jede hatte ihre eignen Artikel, hier Handschuhe, dort Kerzen, drüben Seiden= stoffe, jenseits Teppiche etc. etc. Der ganze Raum wird von Säulen getragen u. von Oben erhellt - es ist so immens, daß ich es nicht beschreiben kann.
Dec. 18.
Dieser Brief sollte schon am Mitwoch [sic] fort gehen, da ich aber keine Zeit hatte ihn zu schlie= ßen, dachte ich, er kann wohl bis Sonnabend bleiben u. heute, wo es Sonnabend ist, sehe ich mich genöthigt ihn bis nächsten Mitwoch [sic] hier zu behalten. Die ganze Woche über bin ich so beschäftigt gewesen daß ich am Tage nicht zum Schreiben kam u. wenn der Abend kam konnte ich vor Müdigkeit nichts weiter thun. Nun aber da ich mir einige Tage länger Frist gegeben habe hoffe ich außer diesem Brief an Dich, liebe Mutter, noch einige andere fertig zu bringen. Ich schicke Dir hier meine Photographie [roman:] en miniature [/roman] mit als Wrihnachtsgabe - anderes kann ich ja bei der weiten Entfernung nicht schicken - u. lege
