Marie Hansen Taylor to Lina Hansen, May 10, 1858, p. 2 and p. 3 - image of
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tags 2 Uhr hier ankamen.
Es war eine unvergleichliche
Fahrt u. Niemand von den
zahlreichen Passagieren auch
nur im geringsten krank.
Der Anblick von [roman:] Constantinopel [/roman]
ist das Herrlichste was ich je
gesehen - was ich vielleicht je
sehen werde! Ich glaube nicht
daß die Lage irgend einer
Stadt in der Welt dieser
Stadt gleich kommt. Mein
Papier ist indessen, ebenso wie
meine Zeit zu beschränkt in
Details einzugehen, von denen
ich nicht genug sagen könnte u.
so erspare ich Alles bis
auf mündliche Mittheilung,
die nicht mehr ferne ist.
Gestern sah ich viel von [roman:] Constan=
tinopel [/roman], genug um mir einen
genügenden Begriff davon zu
geben. Wir gingen hinunter
zum Quai u. fuhren das
in einem der leichten zierlichen
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Boote ([roman:] Kaïk [/roman]) das Goldene Horn hinauf bis zu den Süßen Wassern von Europa, ein äußerst liebliches Thal mit Kaffeehäusern u. Spatziergängen. Leider hatte sich im Laufe des Tages ein Wind erhoben, der nach u. nach zum Sturm wurde u. den Aufenthalt im Freien uns nicht ganz unge= stört genießen ließ. Der Himmel war jedoch völlig wolkenlos, die Luft warm, u. die kleinen Abenteuer die vorkommen wenn eine Sonntagsgesellschaft bei Sturm unterwegs ist, dienten uns dazu unseren Ausflug Reitz zu verleihen u. unser Amüse= ment zu erhöhen. Den Rück= weg nahmen wir in einem türkischen Wagen, ein kleines buntgemustertes Ding, das von einem Pferd gezogen wird u. nicht gerade sehr sanft ist. Wir waren von 11 Uhr Morgens
