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Transcribe Page - Marie Hansen Taylor to Lina Hansen, April 29, 1858

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Marie Hansen Taylor to Lina Hansen, April 29, 1858, p. 2 and p. 3 - image of

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[page 2 (sheet 2, left-hand side):] sehr angenehmen halben Tag verlebt. Dienstag war Paktag u. Mitwoch, gestern, nahm ich Theil an einer kühnen tour nach Kephissia, wo ich mit Madame N. u. Lucie blieb, während Bayard, John u. der Franzose der mit uns hier im Hause wohnt, unter Francois' Anführung weiter nach Marathon gingen. Früh 9 Uhr fuhren wir bereits aus u. waren in 2 kleinen Stunden in Kephissia angelangt, ein kleiner Ort, der mitten im Grün am Fuße des Pentelikus liegt. Unter einer Riesenplatane, die dem kleinen freien Platz vor dem kleinen, unansehnlichen u. natürlich schmutzigen, Wirts = oder ' Kaffeheusern Kephissia beschattet, bereitete Francois uns unser Frühstück, aus grünem Sallat, Eieromlette u. Sardinen, Kaffee u. Wein bestehend, das uns in der reinen schönen Luft u. unter dem grünen Laubdach so herrlich schmeckte, daß wir gar kein Ende finden konnten. Nach 10 Uhr stiegen die Herren zu Pferde u. ritten fort, wir aber gingen von einem alten Herrens [insertion:]begleitet [/insertion], der sich ohne uns bekannt zu sein, zum führen anbot, zwi= schen den Gärten von Kephissia spazieren traten in einen derselben ein, machten daselbst die bekanntschaft der uns freund= lich entgegenkommenden jungen besitzerin, die uns in ihre kühle Sommerwohnung einführte uns Gastfreundschaft für den Rest des Tages anbot u. mir ein bett gab auf dem ich mich ausruhen konnte. Sie u. der alte Herr sprachen beide sehr gut französisch; auch der letztere

[page 3 (sheet 2, right-hand side):] hatte uns sein Haus angeboten, aber da es etwas weiter entlegen war, so zogen wir vor, da zu blei= ben wo wir waren. Nach Ver= lauf von mehreren Stunden gingen wir in begleitung der jungen Griechin nach der Platane zurück u. tranken da Kaffee. Ich hatte große Lust die berühmte 1/2 Stunde von Kephissia entlegene Grotte zu sehen u. fasste deshalb den direkten Entschluss mich einem Esel anzuvertrauen. Es wurde ein solches mit einem Treiber geschafft, ich setzte mich auf den etwas harten ländlichen Sattel u. fort ging es in Begleitung unserer liebenswürdigen Gesellschafterin u. des alten Herrn, der sich auch wieder bei uns eingefunden hatte. Beide waren voller Aufmerksamkeiten gegen uns u. haben viel dazu beigetragen uns den Tag angenehm verstreichen zu lassen. Die Grotte ist eine wundervoll ma= lerische Schlucht, die sich in ein an der Natur= gebildetes, unterhöltes Halbrund endet, das ein Wasserbecken bildet. Schling- pflanzen hängen in wildem Durcheinander zwischen den Felsblöcken u. über dem Wasser herunter, Platanen, Oleander Mastix u. Myrthen stehen in ur- wäldlicher Wildheit um u. über u. in der Schlucht - es war wirklich herrlich großartig. Wohl eine halbe Stunde mochten wir dem felsenrund gegenüber gesessen haben ehe wir den Rückweg an- treten u. dann unter der Platane un= sern alten Platz wieder einnahmen. Es war Festtag u. viele Griechen in ihrer malerischen Tracht dort versammelt ad ab=u. zugehend. Wir sahen herrliche Ge= stalten, mochten auch manche schmontzig


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