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[roman:] Athen, April [/roman] 9. 1858.
Meine liebe Mutter!
Herzlichen Dank für Deinen lan=
gen Brief. Bayard u. ich haben uns
zusammen daran gefreut u. das zeigt Dir,
daß er wieder bei mir ist. Er kam
am Dienstag (Osterdienstag) ganz unerwartet
früh am Nachmittag, dunkel gebrannt
von der Sonne, aber wohlbehalten
wieder hier an. Ich war eben im
Begriff auszufahren um das Volks=
fest am Tempel des [roman:] Theseus [/roman] mir an=
zusehen; der Wagen wartete vor der
Thüre u. ich war bereits unten bei
[roman:] Madame Vitalis [/roman], die eben ihren Hut aufsetzte
um mich zu begleiten, als klack! klack!
drei Pferde zum Hofe herein kamen
u. Bayard gleich darauf vor mir stand.
Er ist höchst befriedigt von seiner Reise
u. [insertion:] hat [/insertion] 19 schöne Farbenskizzen mitgebracht,
die er hier vollendet. Er u. [roman:] John [/roman] haben
abends Blumen für mich gesammelt
u. Bayard schickt Dir, liebe Mutter die
beifolgende blaue Blume vom aus [roman:] Arkadien [/roman]
u. das kleine Farrnkrautblatt vom
Berge [roman:] Lykäus [/roman] (dem Geburtsorte des Gottes
Pan), wo er es von einem Eichbaum
heruntergeholt hat. Der Stamm war
mit Epfeu umrankt u. an den
Zweigen hinauf schlantgen sich die
Farnkräuter - Muss das nicht herrlig
sein? - Ich habe zu Ostern einen kleinen
