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Transcribe Page - Marie Hansen Taylor to Lina Hansen, March 19, 1858

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Marie Hansen Taylor to Lina Hansen, March 19, 1858, p. 1 - image of

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Athen, März 19. 1858.

Meine liebe gute Mutter!

Wie Du nun schon musst erfahren haben, bin ich wieder allein, diesmal aber bei schönen sonnigen Tagen, wo dann die Seele für freundliche Eindrücke empfäng= licher ist u. es diene Zeit mir nicht so lang= sam dahinschleicht als das vorige Mal, wo das Wetter nicht trostloser u. unheimlicher sein konnte. Ich habe nie einen so plötzlichen [Wetterungswechsel?] erlebt als hier. Wie mit einem Zauberschlag hat sich der Winter in desn lieblichsten Frühling verwandelt, die Luft so klar u. warm, die Felder u. Büsche u. Bäume mit dem frischesten Grün überzogen, die Obstbäume mit schneeigen Blüthen bedeckt, u. reizende Blumen überall hervorsprossend - es ist ganz plötzlich. Am Sonntag war Bayard ungewiss ob er des andern Tages reisen würde, da der Himmel schwarz umzogen war u. schwere Regengüsse fielen, Montag aber wachten wir auf bei hellem Sonnenglanz u. einem gänzlich unbewölkten Himmel u. hörten wie [roman:] François [/roman] bereits im Hause herum wirtschaftete u. nach den Pferden rief. Auch wir fingen nun schnell an zu packen, in einer Stunde war alles fix u. fertig (u. nichts vergessen als die Nachthemden u. der Gummi, wie ich nachher sah) u. die drei Reisenden saßen zu Pferde u. ritten ab mit einem Gefolge von 2 Packpferden u. 2 Pferdetreibern, die beiden vorigen so hoch beladen daß sie wie ein Thurm hin u. her zu schwanken schienen. [roman:] François [/roman] besorgt die ganze Reise, ist Führer, Quar= tiermeister u. Koch u. Dollmetscher [sic], Alles in einer Person, u. hat natürlich auch für jeden unter= wegs nöthigen Gegenstand gesorgt d. h. Matrazen u. Bettstellen, Tisch= u. Kochgeschirr, Teppiche u. Proviant. Leider blieb das Wetter nicht so schön wie es am Morgen war, der Himmel umzog sich, es regnete gegen Abend u. des andern Tages u. goss am Mitwoch [sic] in Strömen. Ich war sehr traurig darüber u. sah be=


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