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gestern, wo Bayard kam sind wir ruhig zuhause geblieben. Heute Nachmittag habe ich mit Bayard einen Spatzier= gang nach dem Tempel des Jupiter u. nach der nicht weit davon gelegenen Quelle der [roman:] Kalierhoë [/roman] gemacht; u. heute Abend gehen wir sämmtlich zum Essen zu [roman:] Hills [/roman]. Die Freundlichkeit dieser beiden guten Alten kann ich nicht genug rühmen. Wir sind so befreundet u. vertraut mit ihnen als ob wir sie jahrelang gekannt hätten u. ihr Werth für mich in Bayard's Abwesenheit ist unendlich groß.
Wenn Du an Emma schreibst danke ihr einstweilen in meinem Namen für ihren Brief; später beantworte ich ihn selbst. Der Brief an [roman:] Annie [/roman] liegt noch da; Bayard schreibt Morgen u. ich werde dann bemerken daß der Brief an Emma nächstens kommt. Schade daß wir die Adresse von [roman:] Amanda [Thessels?] [/roman] nicht wissen. Ich würde ihr gerne mit einigen Worten gedankt haben. [roman:] Aug. Thienemann [/roman] thut mir recht leid. Was macht Lulu Hess u. die Prof. [roman:] Jacobi [/roman]? Giebt es unter meinen Bekannten nichts Neues? Ist Fr. Dr. Lorenzen noch nicht wiedergekommen? Und schreibe mir wie sich der Herzog über die Sternwarte geäußert?
Meine herzlichsten Grüße an den lieben Vater, der hoffentlich zu Deinem Geburtstag wieder in [roman:] Gotha [/roman] ist. Auch Alle Andern grüße auf's beste u. nun lebewohl, liebe Mutter, feiere den Tag so heiter als möglich, es denkt Deiner mit inniger Liebe Deine Tochter Marie.
[margin:] die Mandelblüthen sind aus [roman:] François [/roman] Garten. [/margin]
