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Transcribe Page - Marie Hansen Taylor to Lina Hansen, February 26, 1858

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Marie Hansen Taylor to Lina Hansen, February 26, 1858, p. 2 and p. 3 - image of

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[page 2 (sheet 2, left-hand side):]

allem bekommen kann. Bis jetzt hat Madam [roman:] Vitalis [/roman] glücklicher Weise noch einen Vorrath von Fleisch durch künstliche Mittel für uns aufbe= wahrt, aber das geht zu Ende u. die Hühner sind hier zäh u. geschmacklos. Dafür giebt es aber Kaviar u. Austern, auch guten Fisch, man versteht ihn aber nicht zuzubereiten. Fastnacht ist ein großer Fasttag hier, von früh an zogen Mas= kenzüge über unsern Platz, das Tam= burin hörte nicht auf zu schlagen, - Alles schien noch einmal so recht aus= gelassen lustig zu sein. Des Nachmittags ist ein großes Ess= u. Trinkgelage bei den Säulen des [roman:] Jupitertempels [/roman] mit Tanz u. allerlei Lustbarkeiten, aber wie ich schon sagte, der Regen verdarb das Fest zum großen Theil. Ich ging mit [roman:] Mr. Hill [/roman] u. seiner Nichte dahin u. später aß ich bei [roman:] Hills [/roman] zu Mittag. Auch gestern war ich wieder bei ihnen von 4 Uhr bis 8 Uhr Abends, u. außerdem kommt Mr. [roman:] Hill [/roman] oder er u. seine Frau [insertion:] fast täglich [/roman] eine Viertelstunde zu mir herein, um zu sehen wie es mir geht. Am Mitwoch [sic] brachte er mir einen ganzen Stoß deutscher Zeitungen, nach denen ich ein Verlan= gen ausgesprochen hatte. In unserm [roman:] Hôtel [/roman] ist es sehr still geworden. Die Serbierin, die brustleidend ist, wurde lebensgefährlich krank, u. die 3 griechischen Damen, dem Aberglauben ihrer Landsleute gemäß, nahmen in Folge dessen Reißaus!


[page 3 (sheet 2, right-hand side):]

Die arme Frau hat sich seitdem wieder erholt, ist aber auf den Wunsch der Wirthin seit 8 Tagen gleichfalls Mit ihrer Familie aus= gezogen. Unsere Mittagstafel besteht demnach nur noch aus M'me V., ihrer kleinen Tochter, einem französischen Ingenieur u. mir selbst. Ein alter General u. ein junger studierender Deutscher kommen nicht zu Tische.

Ich sehe daß es Zeit ist den Brief zur Post zu bringen. Ich sehe sehr verlangend nach einem Brief von Dir aus. Meine Gedanken sind in diesen Tagen ganz besonders bei Dir, möge Gott sie Dir überstehen helfen! Auch mich erfasst ein großer Jammer wenn ich dieser Tage im vorigen Jahr gedenken Gott tröste u. stärke Dich, liebe Mutter! Vergiss nicht daß Du noch andere Kinder hast, die zu Dir nach Stütze, Kraft u. Hülfe aufsehen, das muss Dich stark machen.

Grüße den lieben Vater recht herzlich, auch Ida u. [roman:] An [/roman] u. Alle die nach mir fragen.

Mit inniger Liebe Deine Tochter Marie.


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