• Contributor Login
  • Transcriber Login
  • Register as a Contributor
Menu
  • german heritage in letters logo
  • News
  • Share Your Letters
  • Help Transcribe
  • Explore Collections
  • Browse Letters
  • Search

Transcribe Page - Theodor Engelmann to Margarethe Hilgard, February, 1838

Log in to Scripto | View item

Theodor Engelmann to Margarethe Hilgard, February, 1838, p. 2 - image of

« previous page | next page » |

To rotate image, first hold down Alt and Shift keys, then drag with mouse or trackpad (Safari, Chrome & Edge only).

This item is editable!

Current Page Transcription


[page 2]

Überzeugung gekommen sein , daß sie mit den engl. Amerikanern nicht so freundschaftlich zusammenleben, nicht in deren Gesellschaft so viel Genuß(?) und Feude(?) finden können, als unter einander; ein ähnliches mag unter den Amerikanern der Fall sein, und obgleich die bessere aus beiden Nationen sich gegenseitig achten, so suchen sie einander, wo es ihre Geschäfte nicht verlangen, auch nur wenig auf; in ihrem geselligen Leben sind sie fast ganz von einander getrennt. Wie sehr dieses sich im letzten Jahre unter der deutschen Bevölkerung verbessert hat, ist nicht zu verkennen. Es ist eine ziemliche Anzahl gebildeter Leute nach u. auf hier zusammengekommen und das Streben der Weniger- gebildeten sich wenigstens an äußere jenen gleichzustellen trat allenthalben klar hervor. Wir hatten einige ganz anständige Bälle diesen Winter, und selbst an den berüchtigsten Orten gab es verhältnismäßig nur wenig Prügel, - was sonst ganz in der Ordnung war. Aber auch in andere bessere Dingen zeigt sich der gute aufwärtsstrebende Geist. Vorigen Winter schon wurde eine deutsche Schule auf Subswiption gebildet; sie zählte anfangs 20 Kin- der und hatte mit vielen Schwierigkeiten und Noth zu kämpfen; jetzt zählt sie schon 60 u. kann schon bald sich selbst erhalten. Ich und meine Freunde hier, obgleich wir durchaus gegen das deutsch?hämliche Wesen sind, das in Osten von einigen unklaren politischen Flücht- lingen angeregt und der deutschen Gutmütigkeit und Kurzsichtigkeit unterstützt und erhalten, sein Spiel treibt - das Amerika zu einem Deutschland reformieren will ? wir halten es noch für einen großen Gewinn, wenn der deutschen Jugend hier ihre Muttersprache in ihrer Reinheit gelehrt und erhalten werden kann. Die englische Sprache wird zugleich gelehrt, und die meisten deutschen Kinder sprechen solche noch ehe sie zur Schule geschickt werden, schon besser als die Deutsche, durch deren Erhaltung sie notwendig ein moral. Übergewicht über die Amerikaner erlangen müssen. Jetzt ist wieder ein anderes Unternehmen im Gange und wird nächstens ins Leben treten: ein Verein zur Unterstützung Noth- leidener. ? Georg hat sich besonders dafür interessiert, und ihm ver- dankt man es ganz besonders, daß dieser Verein auf vernünftige Grundsatze gebaut ist. Es bestand schon früher ein Institut dieser Art, es war aber nur eine gegenseitige Assekuranzgesellschaft, an der nur Bemittelte Theilnehmen konnten. Es kostete viele Mühe, diese Leute herumzubringen und für uneigennützige, menschen- freundliche Zwecke zu gewinnen: Wie hartneckig die Unver- nunft bei den Deutschen oft ist, namentlich bei denen, die hier etwas Vermögen erworben haben, dies kann man nur in unsere Versammlungen kennen lernen.

Bis Donnerstag ist großer german-american ball in Belleville; wenn das Wetter es erlaubt, so möchte ich gerne dahin.- Auch Georg, der hier viel geselliger ist, als er je in Deutschland war, wird mitreiten und mehrere andere Bekannte. Wir suchen natürlich uns unser Leben so angenehm zu machen, als es mit den geringen Mitteln, welche uns zu Gebote stehen, immer gehen will__Last mich bald wieder einige Zeilen von dir erhalten und sei herzlich gegrüßt von deinem treuen Bruder Theodor E.


Comments on This Page

[edit] [history]

Transcribe What You See: As much as possible, transcribe the text as it appears on the page, including original spellings (even if they are incorrect/non-traditional) and keeping abbreviations as written. Insert a return at the end of each line as it appears on the page, and two returns for paragraphs. Transcribe the page in the order in which it was meant to be read: for example, marginal post scripts should be placed at the end of your transcription.

For more guidance, please visit our Scripto tips page.

Wunderbar Together logo
German Historical Institute logo

  • ©2021 German Historical Institute Washington DC. All rights reserved.
  • Privacy Policy
  • Impressum
  • Site by Artefacto