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[roman:] Schwaney [/roman], d. 9 [roman:] Januar [/roman] 1881.
Lieber Schwester und Bruder.
Ich wünsche euch viel Glück und Segen in diesen Neuenjahre denn weiter kan ich euch nichts wünschen. Aber nun liebe Schwester das hat uns sehr gefreut daß Du uns schreibst das der Streit am Ende sein soll denn wier haben Dir daß schon lange vergeben und wir dachten Du hättest uns schon mehr geschrieben als Du hast, nun vollen wir al. unsere Streit enden und ein neues Leben anfangen. Liebe Schwester Du schreibst mir un Dein Kindestheil wo ich Dir un Ge- beten habe daß ist nicht möchlich. Aber nun habe Ich noch ein anligen Wenn Du und mein Bruder uns daß Gewähren köntest denn ich habe Gedacht wenn er sich so viel erspart hätte den würde der Dir daß Gelt erst tuhn und Ich werde es ihn nächsten Herbst mit Zinsen und Kapital zu rück Zahlen, dann braucht mann doch keine andere Leute darum beten dann daß macht bloß last und kosten Nun denke Ich Ihr wehret meine Bitte nicht vergebens gebrauchen. Denn Liebe Schwester muß Ich euch mittheilen das Franzsiska auch Heiratet und bekomt den Anton [?] Schliechting [/?] Dein Du weist daß es uns 20 Thaler zu der Rustemeier seine Klage gethan und in Frühjahr noch mal 10 Thaler das sind 30. Und daß kan das nicht länger stehen laßen.
