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[page 3] kurz bemessen gewesen, so hätte sie uns hinein [strikethrough:]f[/strikethrough] geführt. Nebenan liegt der stille Friedhof. Tante Heck und Elise, mein Lenchen und ich, waren zur Beerdig= ung gefahren, und war es uns vergönnt, noch einmal die geliebten threuen Züge zu schauen, noch einmal, zum Allerletzenmal, dann trugen sie die stille sanfte Dulderin hinaus – zur ewigen Ruhe.
Der Geistliche, eine sympathische Gestalt hielt eine Rede, einer Fürstin würdig, er hatte Dein liebes Schwesterchen ganz er= kannt und gewürdigt, den süßere, liebere Worte habe ich noch nie aus eines Geistlichen Munde vernommen. Ja, die Krone des Hauses ist abgefallen, und unsere Freuden haben sich in Wehklagen ver= wandelt. O – das Weh welches meine Brust durchzog, in einem so kurzen Zeitraum zwei meiner threuesten, liebsten Menschen zu verlieren. Was nutzen alle Trostesworte, alle Blumenspenen! Ach nur
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