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[page 2:]
Pauline u. Herzog haben viel durchgemacht. Sie wohnen nicht mehr
vorn im großen Haus dieses ist vermietet sondern im Hintergebäude
dieses war feucht - Pauline bekam ein Geschwür in den Magen
wo es 17 Wochen sehr krank war. Herzog klagt auch über
nicht recht Gesund zu sein. Er ist beständig in Kaiserslautern
im Museum; sie haben auch dorten ein Zimmer gemiethet für im
Winter. Pauline sieht sehr mager aus "ach wie schmal so recht
vertrauert. Es schrieb mir diese Woche einen Brief wir sollen
die Herbferie [sic] alle zu ihm nach Otterberg kommen, es hätte Platz für
uns. Ja jetzt will es wieder alles gut machen. Ich konnte
nur deßhalb freundlich und versöhnlich gegen Pauline sein, weil ihm
Vater verziehen hatte vor seinem Kranksein. Er sagte einmal
zu mir. Wenn ich jetzt wieder z nach Otterberg komme, dann besuche
ich es. Jetzt hat es den Schmerz gefühlt, wenn einem ein Kind
entrissen wird. Unbarmherzig mußten sie ihre Termine
an Vater bezahlen. Dies war auch hart. Das Äckerchen haben
sie verkauft 500 M daran gewonnen. Es ist eben eine schöne
Gärtnerei von Heussers Adrian dort. Pauline brachte
das Geld dem Vater in unser Haus wo er gar nichts mit ihm
hermachte. Jetzt wollte er sich versöhnen weil ihm auch sein
Kind genommen wurde. Es fragte viel nach Dir, auch hat es schon
in Amerikaner Zeitungen von Dir gelesen. Uns hätte es
nun soweit aber der Eugen, Dich wieder gut zu machen,
das wird so recht noch nicht gehen. Die Zeit muß hier die Wunde,
die Dir geschlagen wurde heilen. Bleibe nur voller Mut denn dem
Mutigen gehört die Welt. Ich mache es auch so, man tut seine
Arbeit, an dem Platz man gestellt ist, so kommt die Zufriedenheit
schon von selbst. Sehr wichtig, wenn man in der Fremde ist, wenn
man beliebt ist, und dies bist Du ja. Bleibe fromm und halte
Dich recht, denn solchen wird es zuletzt wohl gehen. Herr Vikar Weiß
kommt öfters zu uns Heinrich überreichte ihm 10 M von Dir - und
laas ihm die Stelle aus Deinem Briefe vor. Er schenierte [sic] sich dies
Geld zu nehmen doch Heinrich machte ihm Ernst so nahm er es dan=
kend an. Über den Inhalt Deines Briefes freute er sich sehr. Er
ist verheiratet seit 1/4 Jahr wohnen zusammen Callbach. Ich war
schon öfters dorten, sowie Frau Pfarrer hier. Er ist gerade
so ein Mann wie Herr Benedumm nur ohne Prille [sic] auch dieselbe
Landauer Sprache. Er ist sehr gebildet und predigt wunder=
