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Transcribe Page - Amalia Haas to Eugen Klee, February 26, 1896

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Sonntag, den 26.Juli 1896.

Mein lieber Eugen!

Tage und Wochen fliegen dahin im Wechsel der Zeit und gar manchmal wirst Du gedacht haben, was wird Malchen machen? Ich bin recht gesund und siehe sehr dick und frisch aus. Hatten auch in den Tagen der Trauer meine Kräfte etwas nachgelassen, so mußte ich mich doch in das Unvermeitliche fügen. Ich habe nebeigesagt so etwas ererbtes von Vaters fester Natur. Wollte er doch nie haben, daß man solle mutloos sein - er hatte recht denn alles ist vergäng= lich. Gestern war "Jakobstag". Da kam von Otterberg eine große Schachtel mit einem schönen Perlenkranz von Pauline. Ich trug mit Eugenchen ein großes Blumenbuquett zum Vater. Heute morgen war ich in der Kirch u. besuchte da auch den Vater. Es ist mir dann, als wäre ich Persöhlich [sic] bei ihm. Pauline und Herzog sehen nun ein, daß sie Dir u. Va= ter großes Unrecht gethan haben. Sie sagten: Sie hätten sich nichts mehr gezählt. Vater hätte dies auch tun kön= nen - doch was hätte Vater jetzt davon, wenn er Rache geübt hätte - und wenn wir soviel mehr hät= ten, würden wir auch so viel glücklicher sein? Unser Vater hatte gesiegt, den Sieg des Gerechten. Als Du lieber Eugen fort warst, weinten alle, die die Hand im Spiel hatten. Blaut wünschte wenn es Dir nur gut gehe u. Du glücklich würdest. Knecht weinte denn das dachte man nicht, daß Du fort gingst. Ja Du hattest recht, Du hast nun die Welt gesehen u. wenn Du Lust bekommst, so kannst Du einst wiederkommen. Knecht machte Besuch bei mir zwei Tage nach Deiner Abreise u. sagte: Eugen wird ein großer Mann in der Welt durch seine Musik. Sie sind alle so zahm - wenn Du heute kämst, so würdest Du und zwar von ihnen am meisten in den Himmel gehoben.


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