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Transcribe Page - Heinrich Haas to Eugen Klee, March 22, 1896

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[page #:4]

samkeit hört er dem Vorlesen Deiner Briefe zu und will das, was sein Onkel für ihn geschrieben hat, z. B. er solle fleißig sein u.s.w. extra nochmals gelesen haben. Es ist dies ein Sporn wenn ich nur sage „soll ichs dem Onkel schreiben“ mit diesen Worten kann ich Eugen am Bändel führen wie ich will, ohne ihn zu Zanken oder Schlagen. Eben baut er im Gartenhaus ein Nest aus Moos für den Osterhaas. Kunstvoll ist es ausgehöhlt und oben wieder bedeckt gleich einem Backofen.

Etwa 100 Einer würden sich ganz gut darin unter= bringen lassen. Ich könnte gerade so fortschreiben 12 Briefe von ihm. Lieber Eugen! Ich bin still beglückt und lebe in der Hoffnung des Wiedersehens. Ich denke an Schiller, wie es in seinen schönen Gedichten heißt: „Der Mann muß hinaus muß wetten und wagen darf niemals verzagen u.s.w.“ O! lieber Eugen wie ist die Welt [insertion:] so schön [/insertion] so groß, doch nirgends ist‘s so weich als auf dem lieben Mutterschoos. Eine liebe Mutter hatten wir an Mutterliebe reich für die Ihrigen. Wir wollen uns noch heute im Geiste von ihren treuen Augen beschauen und von ihrer lieben Hand führen lassen. Sollten Stunden [page 4, right margin:] der Wehmut eintreten, o! sie hält uns aufrecht und spricht: „ Sei glücklich in der Fern mein liebes Kind, sei bescheiden und erhaben, so wird so manche Seel an Dir sich wieder laben.

So bringe ich Dir nun eingedenk meiner treuen Schwesterliebe die herzlichsten Grüße und Küsse von uns allen [insertion:] der [/insertion] besonders deiner dichliebenden

Mahlchen. [/page 4, right margin]


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