• Contributor Login
  • Transcriber Login
  • Register as a Contributor
Menu
  • german heritage in letters logo
  • News
  • Share Your Letters
  • Help Transcribe
  • Explore Collections
  • Browse Letters
  • Search

Transcribe Page - Amalia Haas to Eugen Klee, August 26, 1894

Log in to Scripto | View item

Amalia Haas to Eugen Klee, August 26, 1894, p. 2 - image of

« previous page | next page » |

To rotate image, first hold down Alt and Shift keys, then drag with mouse or trackpad (Safari, Chrome & Edge only).

You don't have permission to transcribe this page.

Current Page Transcription

[page 2]

vis-a-vis den großen Bahnhof. Hier angelangt, verlangte mein Mann
ein elegantes Zimmer mit 3 Betten, welches uns angewiesen wurde
eine Treppe hoch – Zimmer vorn heraus an der Hauptstraße. Wunder-
schön mit gemalter Decke und feiner Einrichtung war das Zimmer.
Hier legten wir ab, machten Toilette und begaben uns an die Tafel
zum Abendessen. Dann gingen wir die Teppigbelegten Treppen in un-
ser Zimmer No. 12. Trotz dem vielen, was meine Augen aufge-
nommen, konnte ich nicht umhien, mich noch einmal ins Fen-
ster zu legen und still den glücklichen Seufzer zu Dir zu
schicken „ ach wie schön ists wenn man ein gehöriges Aus-
kommen hat, in einer Großstatt! “ Wir begaben uns dann zur
Ruhe und schliefen bis zum hellen Tag. Neu gestärkt erwachten er-
wachten wir, dann wurden rasch die Kleider angelegt und bega-
ben uns nach gehöriger Toilette in den Speisesaal, wo unser
Kaffeetisch schon gedeckt war, und ein Kellner uns servirte.
Wohlauf ging es nun die Straße abwerts, dann in die Pferdebahn
bis beinah an den Zologischen Garten. Hier waren alle Thiere zu
schauen. Großartig! Dann sahen wir noch die Paulskirch u.
sonstige großartige Gebäude. Paulskirche berühmt durch den 1848
versammelten Reichstag, zur Beratung der Grundrechte des deu-
tschen Volks. Ermüdet von allen gesehenen fuhren wir an den Bahn-
hof und um 11 Uhr von da ab bis nach Biebrich, machten nach
Wiesbaden, um da das Merkwürdigste anzusehen. Der Kur-
garten mit dem Kochbrunnen wars erste um zu sehen wie
das kochende, geschmackvolle Wasser aus der Erde kommt.
Nachdem wir etwas getrunken hatten, sahen wir das Kaiser-
liche Schloß, Rathaus, das neu erbaute Theater und sonst noch vieles.
Nun gings wieder nach Biebrich und Riedesheim, wo wir das schöne
Germania-Denkmal sahen. Ein prächtiger Salondampfer sahen
wir mit einem Verein nebst Musik auf dem Rhein und herr-
lich klang die Musik als sie landeten. Dann reisten wir
über Bingerbrück nach Bad=Kreuznach. Der Kurgarten mit
Kurmusik, Kurwasser, schöne Gebäude war da zu bewun-
dern. Nach alldem reisten wir fort nach Alsens und per Post
nach Callbach und dann gings nach Schmittweiler zum
lieben Kind. Morgens wurde alles aufgeboten zur Herr-
lichkeit der Schmittweilerer Kirchweih, die auch recht gut verlief.
Nun begann das Manöver. Der Durchmarsch der Truppen mit
den vielen Reitern war was seltenes und Heinrich besuchte
noch das Manöver in der Gegend Schallodenbach. Alles was
wir gesehen und gehört hatten, steht Dir lieber Eugen jeden Tag
zur Verfügung u(nd) so kann ich nur von Herzen wünschen, daß
Du all die Herrlichkeiten in vollem Maße genießen mögest.
Sei recht glücklich!!!
Grüße an P. Ries.

Du bist von Heinrich, der eben fleiß(ig). keldert (Beerenwein
Latweng (?))
und unserm lieben Eugenchen herzlich gegrüßt und
geküßt.
Extra von
Deiner Dich liebenden Schwester Malchen.

[right margin] Lieber Eugen! Ganz besonders mache ich Dich aufmerksam auf das Lied: der Wanderer von Schubert und
das Lied: Mein Herz thu dich auf. Diese zwei Lieder finden über all Beifall und Karl Blatter
wurde damit großartig beehrt in einer Versammlung Fruchthallsaale in K‘lautern, die Klavierbeglei-
dung wurde von Herrn Hahn ausgeführt. In einem Conzert in Ludwigshafen ebenso.


Comments on This Page

[edit] [history]

Transcribe What You See: As much as possible, transcribe the text as it appears on the page, including original spellings (even if they are incorrect/non-traditional) and keeping abbreviations as written. Insert a return at the end of each line as it appears on the page, and two returns for paragraphs. Transcribe the page in the order in which it was meant to be read: for example, marginal post scripts should be placed at the end of your transcription.

For more guidance, please visit our Scripto tips page.

Wunderbar Together logo
German Historical Institute logo

  • ©2021 German Historical Institute Washington DC. All rights reserved.
  • Privacy Policy
  • Impressum
  • Site by Artefacto