Eugen and Lisbeth Haas to Eugen Klee, December 15, 1927, p. 3 - image of
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[stationery:]Eugen Haas Knittelsheim (Pfalz)[/stationery]
seiner Haut. Zur Rechten zieht die nationale Gesinnung mit deren Geist wir auch die Herzen unserer Jugend erfüllen und zur Linken zieht das Brot, die bittere Not des Lebens. Das ist die Tragik der deutschen Beamtenschaft und ganz besonders die des deutschen Lehrers. Wir haben seit Jahren alles in Stille ertragen und aus nationalem Stolz nichts zum Bruder gesagt. Wir sind für Deutschland arm geworden und haben nicht geweint darum. Wir haben im= mer gehofft und gewartet. Und nun endlich hat uns Köhler, der Finanzminister, sein Wort gegeben. Um dieses Ministerwort kommt die Reichsregierung nicht mehr herum. Aber dieser Kampf um die paar Knöpfe ekelt einem an. Hoffentlich wird es jetzt anders!
Ihr könnt Euch denken, welch eine Freuden= Weihnachtsstimmung Euere vielen schönen Sachen bei uns erzeugt haben, gerade jetzt
