Eugen and Lisbeth Haas to Eugen Klee, January 26, 1926, p. 4 - image of
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züge. Der Schneider hat mir dieselben gut hergerichtet
und sie halten noch lange. Ihr schreibt in humorvoller
Weise, wie Ihr beim Einpacken plötzlich über die Hinaus=
werfer gelacht und die feinen Nadelstiche über das „auf
Lisabeth Hinunterschauen“ haben wir wohl verdient –
wir wollen das „Hinunterschauen“ nun einmal um=
wandeln in „ein Hinaufschauen“; denn wahrlich
wer so vergibt, an den muß man hinaufschauen
in Achtung und Ehrerbietung als zu edelen, vorbildlichen
Menschen. Wir wollen uns befleißigen geläuterter aus
dem Schlackenbrande hervorzugehen, alles unechte und
unrechte Tun abzustreifen und Euch als edlem Vorbilde
nachzueifern. Daß Ihr durch „Feuerbrand“ uns zu dieser
Selbstbefreiung mitgeholfen hat ist nur ein Segen
für uns alle – für mich, Frau und Kind. Wolle Gott,
daß uns der Weiterweg zum edlen Menschentume ge=
lingen möge! In herzlicher, dankbarer Liebe und Treue
mit deinem Extrakuß an Tante für ihre verzeihende Liebe
[left margin, rotated 90°, top to bottom] mit Tausend Grüßen und Küssen die Eueren: Eugen, Lisbeth u Helenchen.
