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Nürnberg, 25. IV. 27.
Lieber Hans!
Längere Zeit ist bereits verflossen daß wir von Dir nichts mehr höhrten. Ich glaube Du liegst immer noch im Winterschlaf oder Eure Züge blieben im Schnee stecken. Wir schreiben aber jetzt doch schon Mai und ich reue mich bereits auf meine 2 Monate Ferien, denn der August ist nicht mehr fern und da läuft die Zeit meiner praktischen Tätigkeit ab.
Schnell vergeht die Zeit wenn man die Arbeit nicht scheut. Sind es doch schon wieder 2 1⁄4 Jahre seit- dem Du von uns fort bist. In 2 Jahren, wenn nicht schon früher willst ja kommen. Gedenkst Du dann bei uns zu bleiben? Schreib mir doch mal, aber ehr- lich bleiben bitte, wie es Dir in Amerika gefällt?
Als Geschäftsmann schätz ich den Amerikaner, aber als Mensch nicht sehr hoch ein. Er kennt eben nur das Geschäft und wieder Geschäft. So gemütlich und idyllisch wie z. B. bei uns in Windsheim gibt es in Amerika glaub ich keine Stadt. Dem Amerikaner fehlt eben die Vergangenheit, die Tradition. Besonders stark merkt man dies in der Literatur. Besonders in der Dichtung in der Deutschl. an der Spitze, steht
