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Windsheim, den 27.7.25
Lieber Hans!
Wie geht es Dir? Ich bin seit Hannas Tod für ganz daheim. Daß unsere Hanna so schnell fort mußte war mir recht arg. Ich war am Sonntag vorher noch daheim + hätte ich es mir nicht träumen lassen daß ich Hanna nicht mehr lebend seh. Als ich ging sagte sie zu mir; ich bin froh wenn du jetzt kommst es ist immer so langweilig. Als ich sie fragte was ich mitbringen soll wünschte sie sich einen Blumenstock. Leider mußte ich ihr dann einen Blumen- strauß in den Sarg legen. Man hat geglaubt, sie schläft, so schön war sie im Sarg gelegen. Ihr weißes Kleid hat sie angehabt und die Lackschuh die für Euch damals von Amerika kamen. Von Eber- hard hat sie ein lebendes Myrthenkränzerl aufge- habt und ein Brautbukett mit weißen Rosen. Der Sarg war auch weiß mit Gold. Mama hat so kleine Röserl rechts und links von Hannas Kopf gelegt. Mit dem weißen Schleier hat sie gesehen wie Dornröschen. Ich kann immer noch net glauben, daß Hanna nimmer kommt. Wenn ich an ihrem Grab steh, dann
