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[preprinted:] EDITORIAL ROOMS OF THE
ILLINOIS STAATS-ZEITUNG,
HERMANN RASTER, Editor-in-chief.
CHICAGO, [/preprinted:] 10. April [preprinted:] 187 [/preprinted]3
Liebe Schwester
Deinen Brief vom 21. März habe ich schon gestern erhalten
Ich kann nicht sagen, daß mir die Mittheilungen über
Mathildes Deutschthümelei und besonders über ihre Phantasien
über vom Heirathen (mit einem Jungen, der nicht älter als sie selbst
ist und in den ersten zehn Jahren schwerlich im Stand
sein wird, durch eigenen Erwerb auch nur eine
Katze zu ernähren, geschweige eine Frau) besonderes
Vergnügen machten. Es kommt mir vor, als ob meine
ganze Familie an mir ruckte und zerrte, um meine
Wurzeln aus amerikanischem Boden loszureißen. Darin liegt
nicht nur ein gänzlicher Mangel an Berücksichtigung
meiner eigenen Anschauungen u. Empfindungen, sondern
zugleich eine große Unklugkeit. Denn nichts ist gewisser, als
daß, wenn es gelänge, mir das Verbleiben in Amerika zu
verleiden, damit nichts anderes, als eine unheilbare Versauerung
