• Contributor Login
  • Transcriber Login
  • Register as a Contributor
Menu
  • german heritage in letters logo
  • News
  • Share Your Letters
  • Help Transcribe
  • Explore Collections
  • Browse Letters
  • Search

Transcribe Page - Raster family letter, May 8, 1872

Log in to Scripto | View item

Raster family letter, May 8, 1872, p. 4 - image of

« previous page | next page » |

To rotate image, first hold down Alt and Shift keys, then drag with mouse or trackpad (Safari, Chrome & Edge only).

You don't have permission to transcribe this page.

Current Page Transcription


waren, verschwand ungefähr die Hälfte im Hinterparlor, wo dann sehr eifrig geflüstert und hin= und hergelaufen wurde. Nach kurzer Zeit wurden die Thüren geöffnet und erblickten wir auf dem Tische ein prachtvolles Silberservice, von welchem Grete eine ziemlich unrichtige Zeichnung zu fertigen versucht hat, und welches [roman:] Mr. Irvin [/roman] mit einer Ansprache übergab. Wie Raster dafür dankte und wer nachdem noch Reden hielt, könnt Ihr ausführlich in der Zeitung lesen, wo auch unsere Liebenswürdigkeit rühmlichst erwähnt ist? Der Wein floß in Strömen und wurde auch unseren Eßwaaren alle Ehre angethan. Unter lebhaftem Geplauder, meist englisch, verging die Zeit recht angenehm, wozu die 21 Flaschen Champagner à 3 1/2 Dollars das Ihrige thaten. Gegen elf Uhr tönte von der Straße her Männergesang und als wir vor die Thüre traten, sahen wir ungefähr 12 Herren mit Lichtern und Noten bewaffnet, die zur [roman:] Germania [/roman] und [roman:] Concordia [/roman] gehören und Raster ein Ständchen brachten. Selbstverständlich baten wir sie näher zu treten und sich durch Wein und etwas Speisen zu stärken, was sie natürlich annahmen und noch mehrere Lieder im Zimmer sangen; Herr Fuchs, der Dirigent, trug uns auch eine Phantasie auf unserem neuen Klavier vor. Gegen halb zwölf Uhr verabschiedeten sich die Herren, uns versichernd, daß sie sich außerordentlich amüsirt hätten und uns, außer der sehr angenehmen Erinnerung und dem Silber= service, über zwei Dutzend Flaschen Wein und drei Flaschen Cham= pagner zurücklassend. Das nenne ich doch nobel! - - Bis nach 1 Uhr blieben wir noch auf und freuten uns über das herrliche Geschenk, welches die Erfüllung Gretens höchsten Wunsches ist und wahrhaft "[ferschtlich?]" ist. ] Der Werth beträgt 450 Dollars. Aus der Liste, die Raster zufällig er= halten hat, ersehen wir, daß jeder Branntweinbrenner 25 Dollars und keiner von den Beamten unter 10 Dollars gegeben hat. Im Ganzen [insertion:] sind [/insertion] 560 Dollars zusammengekommen, wovon über 100 Dollars für Wein und Ci= garren abgehen. Jetzt fehlt uns nur noch ein Büffet, um [insertion:] das Service [/insertion] es aufzustellen, wahrscheinlich nicht mehr lange. -


Comments on This Page

[edit] [history]

Transcribe What You See: As much as possible, transcribe the text as it appears on the page, including original spellings (even if they are incorrect/non-traditional) and keeping abbreviations as written. Insert a return at the end of each line as it appears on the page, and two returns for paragraphs. Transcribe the page in the order in which it was meant to be read: for example, marginal post scripts should be placed at the end of your transcription.

For more guidance, please visit our Scripto tips page.

Wunderbar Together logo
German Historical Institute logo

  • ©2021 German Historical Institute Washington DC. All rights reserved.
  • Privacy Policy
  • Impressum
  • Site by Artefacto