Margarethe Raster and Gertrud Oppenheim to Anna Oppenheim, April 2, 1872, p. 4 - image of
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Was Du mir über Fränkels schreibst,
wundert mich nicht. Uns ist die
Zeit meiner Verlobung, wo sie sich
nie um mich bekümmert und für
meine Sachen nicht das geringste
Interesse gehabt, noch frisch im Ge=
dächtnisse. Jetzt muß natürlich
Alles nach ihrer Pfeife tanzen!
Bitte, mein Liebes, sei nicht böse
über das, was ich Dir schreiben
mußte! Mathilde soll und muß
sich einschränken lernen, denn
man kann hier, obgleich es uns
jetzt gut geht, nie sagen, wie
lange es dauert. Sei jedenfalls
überzeugt, daß ich mich in der
kleinen [roman:] cottage [/roman] ebenso behaglich
gefühlt, wie ich mich in unserm
großen Hause fühlen werde und
das nur, weil ich in der Jugend
so knappe gehalten wurde. Mit
tausend Grüßen und Küssen
Deine Margarethe
