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hat, habe ich im Preise etwas höher gehen müssen,
als ich wohl gewünscht hätte. Es wird all mein
Kapital mit Ausnahme des Achtel = Antheils an der
Zeitung in Haus und Einrichtung aufgehen. Unter
solchen Umständen möchte ich den Wunsch aussprechen,
daß Sie die Ausgaben für Mathilde nicht bedeu=
tend über die Höhe anwachsen ließen, auf welche
wir sie von hier aus - vielleicht ohne gehörige
Kenntniß der dortigen Verhältnisse - veranschlagten. Es
war [roman:] Gretchens [/roman] Annahme gewesen, daß Mathilde
mit 500 Thalern jährlich in Allem, auch Kleidern,
erhalten werden könne; - nun hat sie aber bis
zum 26 Februar, also in 6 Monaten bereits 360
Thaler aus dem Creditbrief gezogen; ich habe noch 25 Thaler
in Wechsel 12 Thaler durch Papiere Sophie und 2 oder 3
in meinem Briefe geschickt, so daß alles in allem 400
Thaler für 6 Monate herauskommen. Allerdings sind dabei
Ausgaben für Kleider inbegriffen, aber mit dem theuren
Brautjungfernkleide, der Reise nach Berlin pp ist wohl wenig
Hoffnung, daß die Ausgaben für das zweite Halbjahr gerin=
ger sein würden, als für das erste, Jedenfalls wird die in
Ihrem Briefe von Anfangs Januar [insertion:] Ende Dezember [/insertion] in Aussicht gestellte
Beschränkung der Ausgaben auf 35 Thaler monatlich
kaum ausführbar sein. Auf die genaue [?]haltung ge=
rade dieses Betrages kommt es nun freilich nicht an, aber
andererseits würde ein Aufwand von 800 Thaler jährlich
für Mathilde dann doch sehr außer Verhältniß zu meinen
Gesammteinnahmen und Ausgaben stehen und bedeutend
mehr sein, als das Kind uns hier kosten würde. Es versteht sich von selbst,
daß, so lange sie draußen ist, für Alles, was Sie zu ziehen für nothwendig halten, das
Geld da ist. Mit besten Grüßen an [?] [roman:] H. Raster [/roman]
