Margarethe Raster and Hermann Raster to Anna Oppenheim, July 3, 1871, p. 3 - image of
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sich hier binnen wenigen Tagen
vollkommen heimisch gemacht hat
und sich überaus wohl befindet, ist
eine große Wohlthat für [roman:] Gretchen [/roman]. Es liegt
in der Natur der Sache, daß die pein=
lichen Eindrücke, welche die Krankheit
und der Tod des Kindes erweckt haben,
in einem so frischen, jugendkräftigen
Gemüth, wie das Gertrudes nicht so
zäh haften, wie in dem der Mutter und
so dient ihr heiterer, munterer
Sinn zu einer dankenswerthen
Stütze, an welcher das Gemüth
[roman:] Gretchens [/roman] sich wieder aufrichtet. Im
Ganzen ist daher [roman:] Gretchen [/roman] bis jetzt besser
über die schwere Prüfung hinausgekommen,
als ich es zu hoffen gewagt hätte; nur
ein ausdrückliches, selbstquälerisches Auf=
reißen der noch nicht vernarbten Wunde
muß sie vermeiden.
Über den Plan, Mathilde nach Dessau zu schicken, hat Gertrud Ihnen schon geschrieben. Ich erwarte von Ihnen baldigst Mittheilung darüber Ihr [roman:] H. Raster [/roman]
