Margarethe Raster and Hermann Raster to Anna Oppenheim, March 16, 1870, p. 8 - image of
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eine Freude ist. So ist der Quirl, den
mir mein Mann neulich mitbrachte
ein wahres Kunstwerk. [illegible] langer
Styl, an dem ein eisernes Rädchen
angebracht, welches gedreht wird
und dadurch einen Quirl, geformt
wie ein Schneeschläger in fortwährend
kreiselnder Bewegung hält und
so in ganz kurzer Zeit und ohne
besondere Anstrengung zu Wege
bringt, was mit einem gewöhnlichen
Quirl noch einmal so lange dauert.
Blos aus Vergnügen an den Küchen-
geräthschaften kann man hier kochen
lernen und auch [insertion] ich [/insertion] werde nach und nach
eine ganz gute Köchin werden, so
daß ich mit Gertrud ganz gut concu-
riren kann, doch die Zeit eilt und
die Stunde rückt heran, wo mein
Mann auf die office und der
Brief auf die Post muß. Inzwischen
bleibt mir so viel Zeit zu fragen,
warum Onkel [?] Rins [/?] (auf Nachrichten
rechnen wir schon garnicht mehr) von
Niemandem erwähnt wird und für
uns, wie verschollen ist. Mit tausen Grü= [continued at bottom of page 5]
[text at bottom of page 5:] =ßen und Küssen Eure Margarethe. [/text at bottom of page 5]
[text on top of page 5, written upside down:] Am 24. Januar haben wir hier einen dicken Brief an Euch und zwar unter der Adresse [?] Rinst [/?] abgeschickt. Er enthielt die Antwort auf verschiedene Fragen. Nun ist aber der am 28. Januar von New York abgegangene Postdampfer City of Boston spurlos verschollen. Ist etwa unser Brief darauf gewesen? [/text on top of page 5, written upside down]
