• Contributor Login
  • Transcriber Login
  • Register as a Contributor
Menu
  • german heritage in letters logo
  • News
  • Share Your Letters
  • Help Transcribe
  • Explore Collections
  • Browse Letters
  • Search

Transcribe Page - Margarethe Raster to Anna Oppenheim, February 24, 1870

Log in to Scripto | View item

Margarethe Raster to Anna Oppenheim, February 24, 1870, p. 2 - image of

« previous page | next page » |

To rotate image, first hold down Alt and Shift keys, then drag with mouse or trackpad (Safari, Chrome & Edge only).

You don't have permission to transcribe this page.

Current Page Transcription

das Zeug zu fünf Kleidern liegen, worunter ein sehr hübsches, wollenes für Mathilden, eins dito für Sophien, ferner ein [türkischer?] gedruckter wollener [roman:] Rapper [/roman] für mich und 2 dito Kattun für mich und Sophien. Letztere beiden liegen in guter Ruh "sie sei ihnen noch lange ge[?],"! aber die wollenen Kleidern harren ihrer schleunigen An= fertigung, ehe der Winter noch ganz zu Ende. Es scheint, als wenn das bis jetzt unsrigem ähnliche, milde Wetter, uns die plötzlich eingetretene furchtbare Kälte erst recht deutlich hat empfinden machen, denn ich getraue mich aus Furcht vor der Kälte fast garnicht aus der Thüre, obgleich ich von allen Seiten ermahnt werde, mir fleißig Bewegung zu machen. Dabei ist die Luft immer hell und klar und trübe, neblige Tage giebt es fast garnicht. So vergehen Einem im Hause die Vor- und Nachmittage, schnell und ehe man daran denkt, ist der Abend da, mein Mann kommt zurück, meist reich bepackt, wenn auch manchmal nur mit Zeitungen und Journalen, die uns einen unterhaltenden Genuß bereiten. Wir essen sodann, plaudern und lesen bis spät in die Nacht und wenn ich mir auch noch so fest vor= nehme zeitig in's Bett zu gehen, so wird es damit immer bis gegen eilf, manchmal noch später. Es versteht sich von selbst, daß unsere Lieben, sowohl Verwandte, wie Bekann= te in Dessau, eine große Rolle in unsern Abendunter= haltungen bilden spielen und namentlich, wenn wir durch Briefe von dort erfreut werden, wird der schönen Zeit gedacht, wo wir im Kreise aller Theuren uns kennen und lieben lernten. Hat man nun noch das Bewußtsein, daß auch dort unserer mit Liebe gedacht wird, wie ich letzthin aus Gertruds Zeilen ersah, so wird mir das Herz recht schwer, wenn ich mir die weite Trennung vergegenwärtige. Den schönen Sylvesterabend habe ich in Gedanken von Minute zu Minute mit verlebt und auch dem Herrn Rath meinen innigsten Dank ausgesprochen, was ich Euch jetzt in meinem Namen

[Top of page, written upside down] Meine Kleider passen mir [?] alle nicht und es dauert mich sie zu ändern, da der Schneiderlohn so theuer ist, daß man lieber ein Neues kauft. Die Ausstattungskleider bleiben jedoch immer noch für "Gute". Das ganze [Algarra?] Kleid 16 Ellen (dortige) kostet 10 rs. [/ Top of page, written upside down]


Comments on This Page

[edit] [history]

Transcribe What You See: As much as possible, transcribe the text as it appears on the page, including original spellings (even if they are incorrect/non-traditional) and keeping abbreviations as written. Insert a return at the end of each line as it appears on the page, and two returns for paragraphs. Transcribe the page in the order in which it was meant to be read: for example, marginal post scripts should be placed at the end of your transcription.

For more guidance, please visit our Scripto tips page.

Wunderbar Together logo
German Historical Institute logo

  • ©2021 German Historical Institute Washington DC. All rights reserved.
  • Privacy Policy
  • Impressum
  • Site by Artefacto