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Transcribe Page - Hermann Raster to Sophie Raster, April 12, 1868

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Hermann Raster to Sophie Raster, April 12, 1868, p. 4 - image of

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weiter zu berichten, als daß der traurige Zweck derselben ohne Schwierigkeiten und Zwischenfälle erfüllt ward. Ich nahm die Überreste meiner Frau in einem luftdicht ver= schlossenen metallenen Sarge mit mir und gestern vor acht Tagen fanden sie neben denen meiner ersten Frau an der Stelle, welche die Verblichene unzähligemale im Scherz u. Ernst sich ausgewählt hatte, ihre ewige Ruhe. - Für die Einfassung u. Bepflanzung des Grabes wird durch meinen nur 1/4 Stunde von dem Friedhof e wohnenden Schwager (früher Pfarrer in Deutschland, hier Inhaber eines kleinen, aber einträglichen Kramladens von Kurzwaaren) in angenehmster Weise Sorge getragen werden Die Gräber sind tief genug gegraben, um noch über den Särgen meiner Frauen Platz für mich zu lassen, - eine hier sehr gewöhnliche Beerdigungsart.

In welchem Gemüthszustande ich zurückgekehrt bin, brauche ich Dir nicht zu sagen. Der Sturz von der Sonnenhöhe des Lebens herab war ein zu jäher. In dem Hause, in welchem mich hunderte von Gegenständen an den Fleiß u. die Sorgfalt der Verstorbenen erinnern, gehe ich wie ein Träumender umher u. grollte fast Mathilden, weil in ihrem jugendlichen Sinn der trübe Eindruck nicht haften will. In meinem Beruf bleibt mir freilich keine Zeit zum Grübeln, doch eben darum ist er mir für jetzt fast widerwärtig. Möglich, daß die Zeit das ändert. Die herzlichste, innigste Theilnahme ist mir von allen Seiten geworden, - weit mehr als ich bei der Kürze meines Aufenthaltes hierselbst u. meinem Fernhalten von aller lärmenden Geselligkeit, zu se erwarten berechtigt war.

Mit den besten Wünschen für Euer Aller Wohlergehen Dein treuer Bruder [roman:] Hermann [/roman]


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