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Transcribe Page - Hermann Raster to Sophie Raster, January 21, 1868

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Hermann Raster to Sophie Raster, January 21, 1868, p. 4 - image of

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Schweinefleisch 3 1/2 bis 3 3/4 Silbergr. das Zollpfund, Rindfleisch je nach der Qualität 3 Sgr. für gutes Kochfleisch bis 5 Sgr. für bestes Beefsteak; Hammelfleisch 4 - 5 Sgr.; fette Gänse (selten mit weniger als 1 Quart reinem "Blumen" - Schmalz) 1 bis 1 1/4 Thaler; fette Enten (bis zu 4 1/2 Pfund ausgenommen) 1/2 Thaler die theuersten, etwas magerere bis zu 8 oder 9 Sgr. herab; Puter (hier das beliebteste Geflügel) ausgenommen 5 - 6 Sgr. per Pfund; junge Hühner (vom letzten Frühjahr) 7 1/2 Sgr; Wachteln (feiner und größer als Krammetsvögel, eine Speise für Fürsten) 2 Thaler das Dutzend; Rebhühner (sehr fleischig) 7 1/2 bis 9 Sgr.; feinste Cervelatwurst 10 Sgr. per Pf.; Leber=, Blut=, Brat= wurst, Blasenschinken u.s.w. 4 - 5 Sgr. Pf.; Karpfen=Forellen 3 1/2 - 4 Sgr. je Pf., an= dere Fische billiger; Hummer 5 Sgr. [?]; Austern das Hundert 1 Thaler. - Eier sind et= was theurer, als bei Euch; ebenso Gemüse; Butter ist nur in Folge einer beispiello= sen Dürre auf 12 - 13 Sgr. per Pfund gestiegen; noch im Herbst kostet sie 9 - 10 Sgr. Kleider und Kleiderstoffe sind seit letztem Herbst in Folge großen Daniederliegens der Import= und Fabrikgeschäfte billiger geworden und jetzt wohl kaum ein Vier= tel theurer, als in Deutschland; früher war aber der Unterschied größer. Schuhwerk ist zwar von ausgezeichneter Güte, aber theuer: - ein Paar Stiefel für mich kostet 14 Thaler. Immerhin bleibt uns, nachdem für alles Nothwendige aufs reichlichste ge= sorgt ist, eine recht anständige Summe für die tausenderlei Kleinigkeiten, die das Leben verschönen und, wie ich Dir schon in meinem letzten Briefe bemerkte, wir haben absolut keine Bedürfnisse, die wir nicht augenblicklich zu befriedigen in der Lage sind, ohne uns die mindeste Unbequemlichkeit zu bereiten;.

Auch daß sich nachgerade (seit ich das 40te Jahr hinter mir habe) meine Bedürf= nisse hauptsächlich auf gut Essen u. Trinken richten, habe ich Dir schon geschrieben. Liegt es an dem gesunden Klima, oder woran sonst? genug, wir haben alle Drei einen kolossalen Appetit und wenn Du unsern Mittags= u. Abendtisch sähest, würdest Du einen geringen gelinden Schreck bekommen. Unsere Hauptnahrung sind Gänse, Puter, Enten, u Rebhühner und Wachteln. Von letztern soll meine Frau in diesen Tagen zur Probe ein halbes Dutzend nach Art der Leipziger Lerchen gebraten in Butter einlegen, um zu probiren, ob sie sich vier bis sechs Wochen halten. Gelingt es, so schicke ich Dir im nächsten Jahre Herbst, wenn die Saison wieder beginnt, einen Topf voll.

Doch nun genug des Geplauders, zu welchem mich hauptsächlich Deine Mitthei= lungen verführt haben. Ich möchte so gern Dir ein recht anschauliches Bild von unserm häus= lichen Leben geben, weil ich mir vorstelle, daß es Dir im Allgemeinen doch ziemlich u[?] dunkel ist und Du Dir die amerikanischen Zustände fremdartige denkst, als sie in Wirklichkeit sind. - Ich mag nicht noch einen neuen Bogen anfangen; daher mit den herzlichsten Grüßen von Frau u. Tochter an Euch Alle Dein treuer Bruder [roman:] Hermann [/roman].


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