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Transcribe Page - Hermann Raster to Sophie Raster, September 7, 1867

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Hermann Raster to Sophie Raster, September 7, 1867, p. 6 - image of

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Schwester wohnen hat, noch nicht ganz hinaus ist. Eine in der That recht elegant und behaglich - nach deutschen Begriffen wohl luxuriös - eingerichtete Häuslichkeit trägt das ihrige dazu bei, um sie mit ihrem "Schicksal" zu ver= söhnen und schließlich steht ihr ja noch immer die Aussicht vor, daß wir nach fünf Jahren in der Lage sein werden, irgendwohin zu gehen, wo es uns besser gefällt, als hier, sei es nach dem Osten der Ver. Staa= ten zurück, sei es nach Deutschland. - Mathilde ihrerseits gewöhnt sich natürlich noch rascher an das hiesige Leben, als meine Frau oder ich. Seit Anfang dieser Woche geht sie wieder zur Schule, nachdem sie ihre F lange Ferien= zeit (die Sommerferien dauern in Amerika der Hitze wegen volle zwei Monate) aufs behaglichste genossen hat. Möglich, daß ich in einigen Wochen meine Frau einmal nach New York reisen lasse. Es gehört hier zu den Annehmlichkeiten der Stellung eines Redakteurs an einer hervorragenden Zeitung, daß er die Fahrten auf Eisenbahnen für sich, oder ein Mit= glied seiner Familie in der Regel umsonst erhält; wie ich denn auch die Hierherfahrt nur für Frau u. Tochter, nicht für mich bezahlt habe.

Nun, für diesmal genug. Ich wünsche nun aber auch, daß Du uns recht bald u. einen recht langen Brief schreibst. Ditto Marie an Mathilde, die sonst ganz böse wird. Denke nur ja nicht, uns zu ermüden. Die an= scheinend unwichtigsten Vorgänge in der alten Heimath haben für den doppelt Ausgewanderten großen Werth u. mir ein Brief von dort ist uns stets die größte Freude. Dein treuer Bruder [roman:] Hermann [/roman]


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