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Transcribe Page - Hermann Raster to Askan Raster, May 14, 1852

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Hermann Raster to Askan Raster, May 14, 1852, p. 1 - image of

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[roman:]Magdeburg[/roman] den 9/6 1852

Liebe Schwester.

Vorigen Montag erhielt ich von [roman:]Dessau[/roman] aus einem Brief von [roman:]Hermann[/roman], den ich Dir in folgender Uebersetzung mitteile:

[roman:]New York[/roman] den 14 [roman:]Mai[/roman] 1852.

Es hat euch alle ziemlich räthselhaft erscheinen müssen, [illegible paper torn] ich euch während eines ganzen Jahres so ohne all & je[illegible paper torn] Nachricht lassen konnte; allein ich kann Dir die Versicherung geben, daß es völlig ohne meine Schuld geschehen ist. Ich habe im Laufe dieses Jahres wohl ein Dutzend Briefe an an meine Frau geschrieben, alle sehr, sehr lang & hatte ihr jedesmal eingeschärft allen meinen Geschwistern Mittheilungen daraus zu machen. Ich weiß gewiß, daß besonders die ersten 3 oder 4 davon, in welchen ich die ersten Eindrücke schilderte, die Amerika auf mich machte, für Dich von großem Interesse gewesen wären; um somehr als ich dieselben nachzuholen auf keine Weise im Stande bin. Denn was mir damals auffiel & worüber ich vielleicht die interessantesten Beobachtungen machte, das ist mir seit dem alltäglich geworden, so daß ich mich kaum noch in den ersten Eindruck zurückversetzen kann. Daß meine Frau meine ganz bestimmten Befehle Weisungen nicht befolgt hat, dafür könnte ich ihr ernstlich böse sein. Uebrigens beschloß ich, daß sie noch jetzt den Fehler gut machen & wenigstens die ersten 4 Briefe, in denen, soviel ich mich erinnere, nur sehr wenig von unsern Lebensangelegenheiten steht, Dir & unsern Schwestern mitzutheilen. Denn daß ich jetzt nach eine[illegible paper torn] Jahre auch nur den Versuch machen, die Schilderung meiner Lebens ersten Erlebnisse in ebenso aus= führlicher Weise wie damals zu wiederholen, das könnt ihr beim besten Willen nicht verlangen. Es würde


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