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Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Hansen Taylor, January 21, 1864

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[page 2, left-hand side of sheet 2]

ist mir voll Wehmuth, möge Gott geben, daß in diesem neuen Lebensjahr auch ein neues inneres Leben ihn ihm beginnt. Recht sehr habe ich mich in diesen Tagen nach einen [sic] Brief von ihm gesehnt. Wenn es in Amerika so kalt, wie bei uns gewesen ist, wird er bei der Arbeit wohl von der Kälte zu leiden gehabt haben. Wir haben seit vielen Wintern keine so strenge Kälte, wie in den letzten 3 Wochen gehabt, ich habe sie bitter empfunden, doch ist es mir dabei besser gegangen wie vor Weihnachten u. ich hoffe nun den Winter noch erträglich zu überstehen. Alle meine Willens= kraft habe ich wieder zusammen genommen um Ida's Ausstattung fertig zu bringen, es ist dieß noch eine große Aufgabe für mich, von der es mir zuweilen scheinen will, daß ich sie nicht über= wältigen kann. An die Zukunft denke ich gar nicht mehr, so wie meine Gedanken darauf kommen so lenke ich sie sogleich ab, Gott wird ja weiter helfen. Die Zeit fliegt, es scheint mir nur ein Katzensprung noch bis zu Ida's Hochzeit, u. wie viel ist bis dahin noch zu beschaffen, Ida geht es viel besser, während der strengen Kälte war sie wieder mehr angegriffen, aber dennoch ist eine wirkliche Besserung ihres Zustan= des unverkennbar. Emma ist wohl, sie genießt das Theater, die Kinder sind gottlob immer wohl gewesen, Peter wird immer geweckter, er ist oft ein kleiner Schalk u. recht unbändig. Lina spricht sehr viel von Lilian u. erzählt mir oft von ihren Spielen, die sie in Petersburg mit ihr getrieben, sie hat ein merkwürdiges Gedächt=

[page 3, right-hand side of sheet 2]

niß. Lilian amüsirt sich wohl in Neu-York an den [sic] lebendigen Treiben der großen Stadt. Daß es Mrs. Stoddard mit ihren [sic] kleinen Sohn so gut geht, freut mich sehr, ich wünsche Ihr von ganzen [sic] Herzen Glück dazu. Geheimrath Brauns habe ich seit des Vaters Geburtstag nicht wieder gesehen, es geht ihnen erträglich. Ich bin seit 3 Wochen nicht aus dem Hause gekommen, in der Kälte wagte ich nicht auszugehen. Wilhelm u. Ida haben in ihrer Wohnung sehr von der Kälte zu leiden gehabt, sind aber doch dabei gesund geblie= ben. Die politischen Verhältnisse werden im= mer trüber bei uns, die deutschen Fürsten stehen sich feindlich gegenüber, so daß jedermann den Ausbruch eines Bürgerkrieges fürchtet. Wie ich von Betty erfahre soll in Holstein sich gar kein Enthusiasmus für den Herzog von Au= gustenburg kund geben, aber dennoch wollen sie ihn zum Herzog haben, um nur von Däne= mark loszukommen. Die Volkszeitung ist diese Woche zum dritten mal confiscirt worden, wodurch uns die neuesten Nachrichten fehlen. Ich will diesen Brief über Hamburg schicken, u. muß deßhalb schon schließen, wenn er übermorgen mit abgehen soll, in aller Eile bemerke ich nur noch, daß von Thiemmann eine Rechnung von 5 rt für einen Hausschatz an Deinen Mann gekommen ist. Ohnigs Rechnung beträgt nur 3 rt sind also 2 rt übrig. Der Brief geht nach [roman:] Kennet [/roman], da ich keine Adresse nach Neu-York habe.


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