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Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Hansen Taylor, November 10, 1863

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[page 1, right-hand side of sheet 1]

Gotha, den 10. Novemb. 1863

Meine liebe Maria!

Deinen lieben Brief vom 12ten Oktober erhielt ich kurz nachdem ich den meinem an Dich auf die Post geschickt hatte u. nahm mir damals vor ihn gleich darauf zu be= antworten, was mir nun freilich erst heu= te möglich wird. Wir haben zwei sehr angstvolle u. ermüdende Wochen durchlebt, Emma war sehr krank, schon als ich Dir zu= letzt schrieb war sie unwohl geworden u. ich in großer Sorge um sie, drei Tage darauf wurde sie von einem todten Kinde entbunden u. hat nachdem schrecklich an Schmerzen zu leiden gehabt, es waren recht schwere Tage für uns alle. Da die Mittel die ihr Madlung gab gar keine Veränderung hervorbrachten, so fuhr ich vorigen Mittwoch zu Wislicenus, er gab mir zwei Mittel mit, auf das erste trat keine wesentliche Besserung ein u. Freitag er= reichten die Schmerzen den höchsten Grad, wo ich ihr dann das letzte Mittel, [roman:] Arsenic [/roman], gab u. dieses brachte nach kurzer Zeit eine wunder= bare Wirkung hervor, sie wurde ganz frei von Schmerzen u. schlief ein. Die folgenden

[page 4, left-hand side of sheet 1]

fen geschmückt, die Zahl des Fabrikpersonals betrug 47 u. es waren wohl ebenso viel Frauen u. Mädchen. Schiefer bat um Erlaubniß mit Ida einen Tanz zu tanzen, was sie auch that u. fand, daß er vortrefflich tanzte. Er sagte ihr, daß sie sich alle sehr freueten, daß wir gekom= men wären u. daß sie mit besondern [sic] Vergnügen in dem Saal tanzten, da die Säulen u. Wendel= treppe desselben Produkte der Fabrik wären. Bonsac war kurz vorher von den Arbeitern mit einer silbernen Tabaksdose zu seinen [sic] Ge= burtstag beschenkt worden, was Wilhelm sehr zur gelegenen Stunde kam, er hatte sonst die Ko= sten des Balls allein zu tragen gehabt. Ida hat sich sehr gut hier eingewohnt u. scheint sehr glück= lich zu sein, ich habe sie erst ein einziges mal u. nur ganz kurz besuchen können. Die Treschmaschine ist noch in der Gegend von Ganglofsömmern u. hat da auch noch fürs erste Arbeit, mit Frischmuth ist Wilhelm sehr schlecht gefahren, er kann ihn gar nicht mehr mit schicken u. muß ihn doch bezahlen, daß ist sehr bitter, hoffentlich wird er noch eine andere Stelle für ihn finden durch welche er dieser Last entledigt wird. Es wird jetzt nach Stunden gedroschen u. die Stunde mit 2 rt bezahlt. Von Frl v. Müller habe ich beiliegenden Brief erhalten, es wird Dich gewiß interessiren über die letzten Tage der guten Tante etwas zu hören. Ich werde sie bitten mir das Bild zu schicken, das immer von großen [sic] Werth für mich sein wird, auch die Büste möchte gerne hierher haben, dort hat sie ja für Niemand Werth, der Vater ist nur dagegen, er meint sie würde viel Porto kosten u. vielleicht doch gebrochen ankommen, ich denke aber

[text on top of page 1, written upside down:] doch, daß ich sie mir schicken lasse. Lina lässt Lilian viel mal grüßen, sie sitzt bei mir u. schreibt. Ich schicke mei= ner lieben Lili einen herzlichen Kuß u. einige von ihren Bildchen die sie hier gelassen u. die ich erst kürzlich gefun= den. Spricht sie denn auch noch zuweilen von Gotha? Ida lässt herzlich grüßen, sie war in der letzten Zeit auch wieder oft unwohl, woran wohl Sorge u. Aufregung um Em= ma Schuld waren. Der liebe Vater u. Emma senden auch die besten Grüße u. Ich bitte Dich Deinen lieben Mann, August u. Deine Schwiegereltern aufs herzlichste zu grüßen. Möge Euch Gott behüten! Mit der herzlichsten Liebe Deine Mutter. [/text on top of page 1, written upside down]

[text at bottom of page 1, written upside down:] Von Hamburg sind noch keine Bücher gekommen? [/text at bottom of page 1, written upside down]


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