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Gotha, den 8ten November 1862.
Meine liebe Maria!
Mit vieler Freude habe ich Deinen lieben Brief erhalten u. aus denselben [sic] gesehen, daß es Euch gut geht, wie froh bin ich, daß Ihr Euch so leicht an das Klima, das so sehr verschieden von dem, in welchen [sic] Ihr bisher gelebt, gewöhnt, u. Du Dich sogar stärker dabei fühlst. Auch habe ich große Freude darüber, daß Lilian ein so liebes gutes Kind ist, könnte ich sie doch nur einmal wieder= sehen, ich sehne mich recht oft nach ihr. Ihren armen Großeltern in [roman:]Kennet[/roman] wird es wohl eben so gehen, ich denke recht oft an sie u. fühle mit ihnen, was sie entbehren. Und doch bin ich auch so froh, daß Ihr jetzt nicht in Amerika seid, wohl glaube ich, daß es für Deinen lieben Mann zuwei= len schwer ist, den Ereignissen dort, aus so wei= ter Ferne entgegensehen zu müssen, aber dennoch betrachte ich es als ein großes Glück, daß es so ist u. danke Gott für diese Fügung. Möge er geben, daß Ihr noch länger in Euerer jetzi= gen Stellung bleibt, dieser Gewißheit darüber sehe ich mit großer Spannung entgegen u. kann nicht leugnen, daß ich mir viel Sorge darum mache.
[text in the top margin, written upside down:] Die Vielchen sind aus dem Garten. [/text in the top margin, written upside down]
