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Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Hansen Taylor, September 27, 1862

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[page 1, right-hand side of sheet 1]

Gotha, den 27ten September 1862

Meine liebe Maria!

Herzlichen Dank für Deinen lieben Brief, den ich mit vieler Freude empfing u. mit Sehnsucht erwar= tet hatte. Ich bin sehr glücklich, daß Lilian wieder so wohl ist u. wünsche von ganzen [sic] Herzen, daß sie auch in Petersburg so gesund bleiben möge. Die Beschreibung Euerer Wohnung habe ich mit vielem In= teresse gelesen, da ich ja selbst gesehen habe in welcher Weise sie dort eingerichtet sind, so kann ich mir die= selbe recht lebhaft vorstellen u. mir denken, daß sie sehr gemüthlich u. angenehm ist. Für Emma wird es eine große Freude u. Erholung sein, wenn sie Dich einmal mit den Ihrigen besuchen u. eine Nacht bleiben kann, ich freue mich selbst für sie da= rüber. Wie es der kleinen Maria geht, schreibst Du nicht, ich bin immer noch besorgt um das Kind u. da ich jetzt nur alle 14 Tage von Emma selbst etwas höre, so hoffe ich oft recht ungeduldig auf Nachricht! Daß Ihr in Euerer jetzigen Stellung doch mehr Aufwand machen müsst, als Ihr geglaubt macht mir eigentlich Sorge, aber ich, die ich die dortigen Verhältnisse habe kennen lernen, kann das ganz gut begreifen. In die Bedingung, daß Ihr mit Eueren Pferden nicht nach Pulkowa fahren dürft, hättet Ihr aber nicht willigen sollen,

[page 4, left-hand side of sheet 1]

habe ich der Excellenz Wangenheim einen Besuch gemacht, sie war sehr freundlich, erkundigte sich sehr angelegentlich nach Dir u. sagte mir auch, daß die Herzogin Dir für Deine Theilnahme danken ließ. Auch Minchen Keil hat Deinen Auftrag an Constanze Thämmel besorgt u. diese hat es gleich an die Herzogin geschrieben. Letzte= re soll sehr viel magerer geworden sein u. sich immer noch angegriffen fühlen. Ihre Mutter, die sie kürzlich in Karlsruhe besucht hat, soll sie, wie mir C. v. Wangenheim sagte, sehr verän= dert gefunden haben. Die Königin ist noch in Reinhardsbrunn. Gestern ist das neue Harmo= nium endlich angekommen, seit 8 Tagen ist der Vater jeden Nachmittag zuweilen zweimal auf den Bahnhof gegangen um zu sehen ob der Zug es gebracht. Ich weiß nicht ob Du weißt, daß er der Hofmann das seine verkauft u. sich ein neues, mit einen [sic] Zug mehr hat kommen lassen, wodurch er 4 Wochen es entbehrt hat. Er hatte das alles abgemacht, ohne uns etwas davon zu sagen u. ich u. Ida waren eigentlich ganz unzufrieden darüber, jetzt aber, wo ich sehe, wie viel Freude er daran hat, so bin ich ganz beruhigt darüber u. freue mich auch daran. Es ist von Balisanderholz [=Palisanderholz] u. hat einen weicheren Ton, wie das andere, was mir sehr angenehm ist. Hat sich denn Lilian leicht darein gefunden wieder ohne Gespielen sein zu müssen? Wenn ich sie nur zuweilen bei mir haben könnte, ich sehne mich oft recht nach ihr. Grüße Deinen lie= ben Mann recht herzlich von mir u. gieb Lilian einen herzlichen Kuß von mir. Der liebe Vater u. die Geschwister grüßen freundlichst. Wegen der mir übertragenen Besorgungen mache Dir, liebe

[text on top of page 1, written upside down:] Marie ja keine Sorge, ich habe sie gerne übernommen u. keine Plage damit gehabt u. mein Unwohlsein wäre ohne diese ebenso gut gekommen. Ein Verzeigniß ist der Kiste aber nicht beigelegt, sondern nur als Inhalt Wäsche bezeichnet, ich hoffe, daß Ihr keine Ungelegen= heiten damit habt. Gott behüte Euch! Mit der herzlichsten Liebe Deine Mutter. [/page on top of page 1, written upside down]


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