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Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Hansen Taylor, April 16, 1862

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[page 1, right-hand side of sheet 1]

Gotha, den 16ten April 1862

Meine liebe Maria!

Meine Gedanken weilen sehr viel bei Euch u. mit Spannung sehe ich jeden [sic] Zeitungsblatt entgegen um nach den amerikanischen Nach= richten zu suchen. Von den [sic] merkwürdigen See= gefecht hatten wir schon vor Ankunft Deines Brie= fes in den Zeitungen gelesen, jedoch nicht ohne Zweifel in die Wahrheit dieser Nachricht zu setzen, bis Dein Brief sie bestätigte. Später haben wir von einen [sic] Sieg, den die westliche Pota= mac - Armee errungen hat gelesen, [strikethrough:] auf [/strikethrough] bei dem der Verlust auf beiden Seiten sehr groß gewe= sen sein soll, seitdem habe ich mich vielmal gefragt, ob Fritz wohl dabei gewesen u. ob Gott ihn behütet haben wird? Ich hoffe noch in dieser Woche einen Brief von Dir zu erhalten, möchte er uns gute Nachrichten bringen! Heute las ich in der Zeitung, daß Savannah immer noch ener= gisch von den Rebellen vertheidigt wird, ich fürch= te es wird doch noch harte Kämpfe kosten ehe die Rebellion ganz unterdrückt ist. Auch wir leben durch die Ereignisse in Preußen in einer aufgeregten

[page 4, left-hand side of sheet 1]

habe ich sie schon in unsern Garten gewünscht, wo es nun schon wieder so schön grün ist u. wo sie so gerne mit ihren [sic] Gießkänn= chen umherging um die Blumen zu gießen. Schon seit mehreren Wochen essen wir wieder im Gar= tenzimmer, aber sonst wohne ich noch oben u. werde auch noch lange oben bleiben, es ist doch viel hübscher in meinen [sic] Zimmer. Seit 8 Tagen trinke ich des Morgens Milch u. Selterwasser u. gehe dann etwas in den Park spazieren, das wird mir zwar recht schwer aber ich zwinge mich es fort= zusetzen, weil ich glaube, daß es mir heilsam ist, ich habe in den letzten Tagen mich fast ganz frei von meinen unnatürlichen Herzschlagen gefühlt. Dabei nehme ich noch von Wislicenus ein, aber ich glaube hauptsächlich wird mir die Milch mit Selterwasser Besserung bringen, denn ehe ich diese trank merkte ich keine Wirkung von den Pulvern. Ich vergaß Dir in meinen [sic] letzten Brief zu schreiben, daß Richard Freitag schon die Nachricht von der Ankunft seiner Bilder in Deutschland erhalten hatte u. wenig erfreut darüber war 20 rt Porto dafür zahlen zu müssen. Er läßt Dir für Deine Bemühungen danken. Vor 3 Wochen würde Anna Hornbostel von einen [sic] kleinen Jungen glücklich entbunden, die Freu= de darüber war sehr groß, aber kurz, schon nach einigen Tagen, starb er ganz plötzlich wieder, wie es scheint an einen [sic] Schlagfluß, denn er ist ganz b2lau gewesen. Den 3ten May werde ich mit der Ham= monia die kleine Kiste für Dich abschicken, Repsold wird mir sie auf dieselbe besorgen. Ich habe ein schönes schwarzseidenes Kleid für Dich gekauft u. hoffe es wird Dir gefallen. Es ist Köpertafft u. mir

[text on top of page 1, written upside down:] von Madlung als das Beste, was er mir geben könne empfohlen, es ist theuerer noch als Atlas, aber es soll sich besser tragen, ich will hoffen daß es so ist. Die Auswahl ist mir sehr schwer geworden, ich wollte doch ger= ne etwas recht hübsches u. besonders dauerhaftes für Dich haben. Ich habe den Rock genau nach der angegebenen Länge geschnitten u. das übrige Zeug als Doppelrock darüber genäht. Es ist schade das [sic] die Seide so in Falten gelegt werden musste, aber wenn Du es eine Nacht an einen feuchten Ort legst u. dann link ausglätten lässt, so werden sie wohl wieder weg gehen. Ich bitte noch Stoddard's zu benachrichtigen, daß die Kiste mit der Hammonia anlangen wird u. sie um schnelle Be= förderung an Euch zu ersuchen. Die herzlichsten Grüße an Deinen lieben Mann u. alle Andern. [/text on top of page 1, written upside down]

[text at bottom of page 3 and 2, written upside down:] Der gute Vater sendet Euch die besten Grüße auch Ida u. die Brüder. Lilian sage sie solle Großmutter Hansen nicht verges= sen, u. recht gut sein. So leb denn wohl, liebe Maria, Gotta [sic] möge Euch behüten! Mit der herzlichsten Liebe Deine Mutter. [/text at bottom of page 3 and 2, written upside down]

[text on top of page 3 and 2, written upside down:] August ist nun als Werkführer in der Fabrik angestellt, er hat einen ziemlich schweren Dienst. Von früh 6 Uhr bis 12 u. von 1 Uhr bis 7 des Abends. Jetzt schläft er noch bei uns, später muß er in der Fabrik schlafen wo eine Wohnung für ihn hergerichtet wird. [/text on top of page 3 and 2, written upside down]


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