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Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Hansen Taylor, April 3, 1862

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[page 2, left-hand side of sheet 2]

räle hat. Die Zeitungen an Ida kamen gestern an, sie haben unsere Sorge nicht ver= mindert, uns aber doch tiefere Nachrichten ge= bracht u. wir sind Dir deßhalb sehr dankbar für die Uebersendung derselben. Mit vieler Sorge denke ich immer an Fritz u. bitte Gott, daß er ihn behüten möge. Was für schreckliche Noth u. Entbehrung u. Qualen müssen doch die ar= men Soldaten in einen [sic] solchen Krieg ertragen. Hier in Deutschland sieht es in politischer Be= ziehung sehr trübe aus, in Preußen ist die Reaktion im vollsten Gange, mit der größ= ten Spannung sieht man den neuen Wahlen entgegen. Ich schicke Dir mit diesen [sic] Brief einige Volkszeitungen, die Dir die Lage der Dinge schildern werden. Der König ist kürzlich, an seinem Geburtstag, als er der Parade beiwohnte, ganz kalt empfangen wor= den, nur von wenigen soll er gegrüßt wor= den sein u. die Illumination des Abend ist ganz erbärmlich gewesen, die wenigen hellen Häuser hätten nur dazu gedient, die andern noch dunkler erscheinen zu lassen. Die Nach= richt von Geisteskrankheit desselben ist völlig unwahr. Der Kronprinz soll nicht mit der Auflösung des Abgeordnetenhauses zufrie= den gewesen sein. Der Papst soll seinem Ende nahe sein, wer weiß welche Ereignisse sein Tod wieder herbeiführen wird. August ist nur seit voriger Woche hier u. ich so glücklich in dem Be= wußtsein daß er längere Zeit hier bleiben wird u. habe die feste Ueberzeugung, daß es von viel grö= ßerm Nutzen für ihn sein wird mit uns zu leben, als sich wieder in der Fremde ganz selbst überlassen

[page 3, right-hand side of sheet 2]

zu sein. Noch ist er nicht in der Fabrik angestellt, ich hoffe aber, daß dieß in den nächsten Tagen geschieht. Für diese ist es auch durchaus nothwendig, daß sie einen Werkführer bekommt, sie hat sich so viel ver= größert, daß Wilhelm nicht mehr alles übersehen kann u. eine beständige Aufsicht der Leute, durch= aus nöthig ist. Obgleich sie fortwährend genug Arbeit haben, so wird doch in diesem ersten Jahre eben nicht mehr heraus kommen, als die Interessen des dazu verwendeten Kapitals be= tragen u. vielleicht diese nicht ganz. Hoffentlich wird das nächste Jahr sich besser gestalten. Wilhelm ist sehr oft erkältet u. da seine Brust immer sehr angegriffen dabei ist, so bin ich zu= weilen besorgt um ihn, er hat die Folgen des Rothen Meer - Klima's noch nicht überwunden. Von Emma habe ich die besten Nachrichten, es geht ihr u. der kleinen Maria sehr gut, was sie wohl hauptsächlich der Anwesenheit ihrer Schwägerin verdankt, die ihr alle häuslichen Sorgen abgenommen hat. Vorigen Sontag, den 30ten März ist die kleine Tochter getauft worden, Ida ist Pathe, worüber sie, wie Du denken kannst sehr glücklich ist. Wagner's Schwe= ster, Otto Struwe u. Höhner, Astronom u. Wa= gners Freund, sind die andern Pathen. Lina Soll eine sehr große Zärtlichkeit für das Schwe= sterchen haben. In Petersburg haben sie immer noch Schnee u. Frost, wir haben ein unbeschreiblich schönes Frühjahr, noch nie weiß ich mir ein solches zu erinnern, einige mal schon haben wir Gewitter gehabt, aber immer ist es wieder warm darauf geworden. Ein Aprikosenbäumchen im Garten steht in voller


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