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Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Hansen Taylor, October 2, 1861

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[page 2, left-hand side of sheet 2]

thut es mir daß sie Euch alle wie= der mehr oder weniger geplagt hatte. Die arme Lili, wie leid thut es mir, daß auch sie so daran zu leiden hatte. Am 1ten September, an dem Ihr den heftigen Wind hattet, war es hier der herrlichste Tag u. wir freueten uns noch so darüber, daß Ihr wohl auch so schönes Wetter haben könntet, da ahnete ich nicht, daß dieß die schlechte= ste Zeit Euerer Reise sein würde. Ich freuete mich sehr aus Deinen [sic] Brief zu sehen, daß Lilian noch eine Erinnerung an Gotha hatte u. von uns allen sprach, daß Herz ist mir noch voller Sehnsucht nach ihr u. ich werde noch lange, lan= ge Zeit brauchen bis ich diese überwinde. Die Freude an den Kindern übte einen so wohlthätigen Einfluß auf mein Gemüth aus, jetzt liegt wieder die alte Schwermuth darauf, freilich habe ich seit eini= gen Wochen auch sehr an Magenschwäche zu leiden ge= habt die mich verdrießlich macht. Wir hoffen jetzt mit großer Spannung auf Nachrichten von Dir über die po= litischen Zustände in Amerika, den Zeitungsnachrich= ten ist so wenig zu trauen u. im Ganzen kommen sie sehr sparsam. Nach den letzten ist die Union im Vortheil gewesen u. hat einen bedeutenden Sieg errungen, möchte es sich doch bestädigen! Wie mag es wohl Fritz gehen? es ist so schrecklich lange her seit wir das letzte mal von ihm hörten. Adolph Hensel wird nun auch nicht zu den Kämpfern getre= ten sein, da er keinen Verdienst mehr hatte blieb ihm nichts anderes übrig, seine Eltern kümmern sich sehr um ihn. Karl ist auch jetzt ohne Stelle, er hat die in Hamburg aufgegeben, weil sie ihn [sic] nicht gefiel, mir scheint, daß dieß eine große Thorheit war, so lange er

[page 3, right-hand side of sheet 2]

kein anderes Unterkommen hatte, musste er diese behalten. Auch Betty ist nicht zufrieden mit ihrer Stelle hier, der Gehalt ist ihr nicht groß ge= nug, sie trägt sich immer wieder mit den Gedanken herum nach England zu gehen, wo sie denkt 7 hun= dert Thaler bekommen zu können. Ich bin der Mei= nung, daß sie besser thut hier zu bleiben, werde ihr indeß auch nicht mehr abrathen, wenn sie doch durchaus ihr Glück dort zu finden hofft. Wilhelms Fabrik ist jetzt in vollem Gange, mir scheint daß er sehr zufrieden sein kann mit den Bestel= lungen die bis jetzt bei ihm gemacht sind, u. viele sind ihm auch noch in Aussicht gestellt. Er hat dabei ein ziemlich schweres Leben, von Früh bis Abend wird seine Zeit durch die Fabrik in Anspruch genommen, mir thut es oft leid daß er sich so gar keine Erholung gönnen kann. August ist gestern nach Zella gereist im Auftrag von Wilhelm der durch ihn Bestellun= gen für seine Fabrik zu erlangen hofft, ich bin sehr neugierig, was für Geschäfte er machen wird. Mitte dieses Monats wird August wieder nach Berlin gehen, er blieb viel lieber hier, als Werkmeister der Fabrik, für diesen Win= ter glaube ich aber doch nicht, daß Wilhelm einen anstellen wird u. für August ist es gewiß viel besser, daß er noch ein halbes Jahr auf der Univer= sität bleibt, was er zwar nicht recht einzusehen scheint. Die Tante Augusta, die Euch herzlich grüßen lässt, hat mir aufgetragen Euch zu bitten in den beiden Kunsthandlungen in [sic] Broadway nachzufra= gen ob zwei italienische Landschaften von den [sic] Kunsthändler Aufermann dort hin geschickt worden


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