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Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Hansen Taylor, February 12, 1861

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[page 1, right-hand side of sheet 1]

Gotha, den 12ten Feb. 1861.

Meine liebe Maria!

Schon vorige Woche hätte ich Dir gerne Deinen lieben Brief vom 14ten Jan. beantwortet, aber ich konnte keine Zeit dazu finden, ich muß in diesen [sic] Winter mich zu viel selbst um meine Wirthschaft bekümmern oder vielmehr selbst mit Hand anlegen u. da ich dazu wenig Kräfte habe, so brauche ich dazwischen auch wieder viel Zeit um mich auszu= ruhen u. so gehen mir die Tage hin ohne daß ich das, was ich gerne möchte vollbringen kann. Leider brachte mir Dein Brief noch nicht die von mir so sehr ersehnte Nachricht, daß Lilian's Keuchhusten in Abnahme sei, vielmehr glaube ich das Dei= nen Aeußerungen entnehmen zu können, daß er noch recht schlimm war. Mit vieler Sorge denke ich im= mer an das liebe Kind, daß sie guten Apetit hat ist kein Trost, denn der fehlt bei diesen [sic] Husten fast nie u. dennoch werden die Kinder sehr davon mit= genommen. Ich hoffe recht sehr daß in dieser Woche ein Brief von Dir mir bessere Nachrichten von ihr brin= gen wird. Vorgestern laß ich in der Volkszeitung, daß das Schiff, welches den 13ten von Hamburg ab= gegangen war, die Fahrt nach Neu-York in 13 Tagen gemacht hatte, so wirst Du meinen Brief, den ich

[page 4, left-hand side of sheet 1]

habe. Ich hoffe indeß doch, daß Agnes so viel hier gelernt hat, daß sie zu Hause die Wirthschaft wird führen können. Mit ihrer Mutter ist es den Winter hindurch schlecht gegangen, der arme Ed= mund hat schweres Hauskreuz. Wir leben sehr stille diesen Winter, durch Wilhelm's u. August's Anwesen= heit ist unser häusliches Leben aber sehr ange= nehm. Ida ist erst auf einen [sic] Casinoball am 6ten December, von dem sie Dir wahrscheinlich ge= schrieben hat, gewesen u. auf zwei Privatbällen, sie hat keine Lust dazu, sonst ist sie aber immer vergnügt u. oft ausgelassen heiter. Wilhelm steht im Begriff sich mit Siegmund Henneberg zu verbinden um mit ihm eine Holzstiftfabrik anzulegen an die sich dann Fournirschneidemaschi= nen u. [?] knüpfen sollen. So würde uns denn das Glück zu Theil einen unserer Söhne hier zu be= halten [strikethrough:] zu Thei [/strikethrough], ein Glück daß ich nie [strikethrough:] zu [/strikethrough] erwarten zu dürfen glaubte. Ein großer Vortheil ist es für ihn, einen Compagnon zu haben, der über so viele Capitalien verfügen kann u. da die Fabrikation dieser Holzstifte in Deutschland noch neu ist, so läßt sich erwar= ten, daß gute Geschäfte damit zu machen sind. Ist der Gewinn nun auch in den ersten Jahren noch nicht so groß, so ist Wilhelm doch sein eigner Herr u. nicht von solchen Herren abhängig, die ihn [sic] aufsagen können, wenn sie seine Dienste nicht mehr brauchen. Von Pulkowa lauteten die letzten Nachrichten nicht besonders, die arme Lina hatte den Ziegenpeter recht schlimm u. der kleine Pe= ter noch immer den Ausschlag im Gesicht. Es ist mir ein so großer Kummer, daß Emma keinen Arzt hat. Nun lebe wohl, meine liebe Maria, grüße Deinen lieben Mann aufs herzlichste von mir u. mein lieb Lilian gieb einen innigen Kuß. Der liebe Vater u. die Geschwister senden herzliche Grüße. Gott behüte Euch! Mit der herzlichsten Liebe Deine Mutter.

[text on top of page 1, written upside down:] Maria (Wittig) [insertion:] Sälzer [/insertion] ist vorige Woche von einem Mädchen glücklich, aber schwer, entbunden worden. Ich habe die Nach= richt von Wolfs er= halten. Sie soll sehr glücklich verheirathet sein. Lina Hölzer ist mit dem Mechanikus Schellhas verlobt. Betty ist dabei das Buch zu übersetzen, in welchen [sic] Dein lieber Mann seine erste Reise u. auch Braistedts Polterabend beschreibt. Ich glau= be sie mögte sich gerne etwas damit verdienen, wenn Dein Mann erlaubte, daß sie Auszüge davon an die Gartenlaube schickte, so könnte dieß ihr wohl etwas einbringen. [/text on top of page 1, written upside down]


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