• Contributor Login
  • Transcriber Login
  • Register as a Contributor
Menu
  • german heritage in letters logo
  • News
  • Share Your Letters
  • Help Transcribe
  • Explore Collections
  • Browse Letters
  • Search

Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Hansen Taylor, November 29, 1860

Log in to Scripto | View item

http://germanletters.org/plugins/Dropbox/files/Taylor_0214_0002.jpg - image of

« previous page | next page » |

To rotate image, first hold down Alt and Shift keys, then drag with mouse or trackpad (Safari, Chrome & Edge only).

This item is editable!

Current Page Transcription

[page 2, left-hand side of sheet 2]

dieser noch schneller vorüber gehen, wie jetzt Es ist in dieser Zeit viel weniger einsam bei uns gewesen wie gewöhnlich u. ich weiß jetzt doch einmal wieder, wozu es gut ist, wenn man ein ge= räumiges Haus bewohnt. Wilhelm hat sich in den [sic] untern Eckzimmer, in welchen [sic] Ida zuletzt wohntet, ganz häuslich u. gemüthlich eingerichtet, seine An= wesenheit ist eine große Freude u. Annehmlichkeit für uns, dabei thut es mir aber doch leid, daß er wieder auf so lange u. unbestimmte Zeit von sei= ner Braut getrennt sein muß. Nach den [sic] letzten Brief, den er erhalten, scheint es doch mit ihrer Gesund= heit wieder besser, was mir das Herz leichter gemacht hat, denn ich hatte viel Sorge um sie. Seit zwei Wochen habe ich nun auch den jungen Repsold hier im Hau= se als Gast, er hat das neue Instrument im Thurm aufgestellt, was eine ziemlich schwere Arbeit in die= ser Jahreszeit war, 10 Tage war er mit den [sic] lieben Vater u. größten Theils auch Habicht, von früh 9 Uhr bis Abends 6 Uhr in den [sic] eisig kalten Thurme, nur zum Mittagessen kamen sie kurze Zeit herunter. Du wirst Dir gewiß denken können mit welcher Ungeduld der Vater die völlige Zusammenstellung des Instrumentes erwartete. Dieses ist nun die Krone der Sternwar= te u. ganz zur Zufriedenheit des Vaters ausgefallen. Den [sic] jungen Repsold muß man alle Achtung dafür zol= len, er, erst 22 Jahre alt, hat das Instrument, daß noch einzig in seiner Art, nach des Vaters Angabe construirt u. ausgeführt u. ganz zu dessen Zufriedenheit, welches, wie der Vater selbst sagt, eine sehr schwierige Aufgabe gewesen ist. Er ist nun noch hier um die ersten Beo= bachtungen daran zu machen, was für den Vater sehr angenehm ist, denn er hat ja jetzt gar Niemand, der

[page 3, right-hand side of sheet 2]

ihm die Beobachtungen abnimmt u. ihm selbst wird es doch ziemlich schwer sie zu machen. Ha= bicht hat die Sternwarte schon seit längerer Zeit verlassen u. vernachlässigt u. sich der Politik zugewandt, er ist Stadtverordneter u. jetzt zum Land= tagsabgeordneten gewählt worden, bei der Aufstellung des Instruments hat er sich aber ausgebeten zugegen sein zu dürfen. Plänkner ist noch in Coburg um eine Compagnie, die von ihren [sic] Hauptmann vernachlässigt war, wieder in Ordnung zu bringen u. so ist der arme Vater wieder ganz allein auf sich angewiesen. Es ist ein Glück, daß Repsold ein sehr angenehmer u. bescheidener Mensch ist, an den ich mich schnell ge= wöhnt habe, sonst würde es mir schwer fallen einen fremden Mann im Hause zu haben. Das Wetter ist im= mer so trübe u. schlecht gewesen, daß nur erst wenig Be= obachtungen haben gemacht werden können. Von Emma habe ich Gottlob gute Nachricht, der Kleine gedeiht gut, am 17ten ist er getauft worden, Wagners Geschwister sind aber nicht dazu gekommen. Emma hat viel darüber geklagt, daß sie an solchen Tagen die Entfernung aller Verwandten schmerzlich empfinde. Nach ihren [sic] letzten Brief haben sie aber doch den Tauftag recht vergnügt ver= lebt. Alexandra, Dr. Rehberg u. Dr. Winnecke waren noch Pathen. Die alte Struwe war nicht zugegen, sie hat viel Sorge gehabt u. hat sie wohl noch, um Anna, die eine schwere Niederkunft gehabt u. nachdem sie sich schon wieder etwas erholt hatte, sehr krank geworden ist. Nach Emma's letzten [sic] Brief hatten sie wieder etwas Hoffnung für ihre Genesung. Um August habe ich mich auch viel ge= kümmert, er ließ mich mehrere Wochen ganz ohne Nachricht, endlich, nachdem Wilhelm ihm geschrieben, daß ich mich so um ihn kümmerte, kam ein Brief, in welchen [sic]


Comments on This Page

[edit] [history]

Transcribe What You See: As much as possible, transcribe the text as it appears on the page, including original spellings (even if they are incorrect/non-traditional) and keeping abbreviations as written. Insert a return at the end of each line as it appears on the page, and two returns for paragraphs. Transcribe the page in the order in which it was meant to be read: for example, marginal post scripts should be placed at the end of your transcription.

For more guidance, please visit our Scripto tips page.

Wunderbar Together logo
German Historical Institute logo

  • ©2021 German Historical Institute Washington DC. All rights reserved.
  • Privacy Policy
  • Impressum
  • Site by Artefacto