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Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Hansen Taylor, November 9, 1860

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[page 1, right-hand side of sheet 1]

Gotha, den 9ten November 1860

Meine liebe Maria!

Obgleich ich erst kürzlich einen Brief an Dich abgeschickt habe, so will ich doch Wagners Brief, den er wegen Mangel an richtiger Adresse mir überschickt, nicht fortschicken ohne einige Zeilen hinzuzufügen. Daß Du Pathe bei den [sic] kleinen Peter sein sollst, wird Dir wohl Freude machen, der gute Vater war sehr erfreut darüber, daß er wieder Pathe des Kleinen sein sollte. Wagners sind sehr glücklich über den kleinen Sohn u. Em= ma scheint sich schon wieder recht erholt zu haben. Ihre Ida hat sie sehr gut gepflegt, wenn ich Dir nur auch ein solches Mädchen verschaffen könnte. Deinen Brief vom 17ten Oktober habe ich erhalten u. habe mit Bedauern daraus gesehen, daß Du eine star= ke Erkältung gehabt hast, da Du aber im Begriff standst eine Reise anzutreten, so kann ich wohl an= nehmen, daß es Dir wieder ganz gut ging. Ich kann mir wohl denken daß es Dir Vergnügen macht die deutschen Verwandten kennen zu lernen u. ich bin selbst neugierig, ob Du von ihnen erfahren hast

[page 4, left-hand side of sheet 1]

das Kochen lernen, aber es ging mit Anna doch nicht mehr, es ist ganz rein unmöglich sie zur Ordnung u. Pünktlichkeit zu bringen. Das Mäd= chen das ich bekomme ist mir von Madam Hartung als sehr gut rekomandirt u. so hoffe ich denn, daß sie sich bald einlernen wird. Die zweite die ich habe ist ein schrecklicher Dämel, aber sie ist willig u. näht ausgezeichnet schön, so daß ich schon deßhalb mit ihr Geduld haben muß.

Nächste Woche wird der Vater sein neues In= strument erhalten, auf das er schon so lange gewartet hat, der junge Repsold wird kommen u. es aufstellen. August schreibt mir recht selten u. wenig, ich bin oft ganz betrübt da= rüber, seit er wieder von hier weg ist hat er mir erst ein einziges mal einen kurzen Brief geschrieben.

Gestern habe ich endlich meinen Rahmen von Kennert, der ihn mir polirt hat zurück = bekommen, es sieht sehr schön aus ganz beson= ders schön ist das schwarze Nußbaum Holz es sieht aus wie Atlas, ich freue mich sehr darüber u. will nun auch das Bild gleich fassen lassen. Ich habe durch Euere Güte jetzt so viele schöne Sachen an denen ich mich täglich erfreue. So leb denn wohl liebe Maria, grüße Deinen lieben Mann seine lieben Eltern u. Geschwister herzlich u. Lilian gieb einen herzlichen Kuß von mir. Der gute Vater Ida u. Wilhelm senden die freund= lichsten Grüße. Gott sei mit Euch! Mit herzlicher Liebe Deine Mutter.


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