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Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Taylor, March 10, 1874

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gegessen, der schmeckte ihm, aber er fühlte sich noch den gan= zen Tag sehr unwohl, aß Abends wieder gar nichts, was er ja freilich schon die ganze Zeit nicht gethan. Bei den Wein= [?] was er genießt, oft gar kein Bier u. sehr wenig Wein, müssen ja natürlich die Kräfte immer mehr u. mehr abnehmen. Wie gar zu schwer ist doch zuweilen das Leben! Meine Kräfte mindern sich natürlich auch dabei, mit kräftiger Nahrung kann ich mir nicht aufhelfen, sie widersteht mir oft gänzlich. Das letzte Manuscript ist, Gott sei Dank, am Freitag nach Leipzig abgegangen, die Anstrengung die es den Vater gekostet hat es zu schreiben, hat gewiß seinen Zustand sehr verschlimmert; es war mir ganz schrecklich mit anzusehen wie er gegen Schwäche u. Schlaf ankämpfte um daran zu schreiben. Er wollte es durch= aus fertig bringen u. da halfen keine Vorstellungen. Diens= tag mussten wir die Spazierfahrt aufgeben weil der Vater zu unwohl dazu war, dann sind wir Donnerstag Mittag, bei herrlichem [sic] Wetter gefahren, aber, obgleich er denselben Tag viel munte= rer war, ging es ihm den andern viel schlechter, er bekam schon in der Nacht wieder Diarrhö u. seitdem ist es fortwährend gar nicht gut gegangen. Von Hamburg hoffe ich eben sehr auf Nachricht, die letzte war aber gut. Von Rußland erwarte ich auch sehnsüchtig einen Brief. Mein Geburtstag soll dießmal ganz un= beachtet vorübergehen, ich habe die Tante Bufleb sehr gebeten gar nichts dazu zu besorgen. Der Vater hat noch nicht an ihn gedacht, ich hoffe er denkt auch nicht noch daran. Ich hoffe so am Leichte= sten darüber hinzukommen wenn er wie jeder andere Tag vorüber geht. Wilhelm's musste ich es schon vorigen Sontag aufsagen las= sen zu uns zu kommen, ich glaube auch nicht daß sie nächsten Son= tag bei uns essen können, es ist zu viel Unruhe für den Vater. Sehr hoffe ich auf die Nachricht über Eure glückliche Ankunft in Egypten, möchtet Ihr doch eine gute Seereise gehabt haben! Wir haben warmes sonniges Frühjahrswetter aber der Wind weht heu= te dabei stark von Westen. Von den 4 Briefen welche angekom= men waren habe ich die Couverts genommen um nicht einen dreifachen Brief zu haben. Der eine enthielt nur die Karten.

[text continued on top of page 1, written upside down:] Ich schließe nun, liebe Maria, mit den herzlichsten Grüßen von uns an Dich, Deinen lieben Mann u. Lilian, möge Gott ge= ben daß es Euch gut geht! Mit inniger Liebe Deine Mutter. [/text on top of page 1, written upside down]


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