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Gotha, den 3ten März 1874
Meine liebste Maria!
Ich beeile mich Deinen lieben Brief, den ich gestern Abend erhielt, zu beantworten, hät= te er mir doch bessere Nachricht über Dein Be- finden gebracht! Du kannst Dir wohl denken daß es eine fortwährende Sorge für mich ist Dich auf dieser Reise, die so ermüdend u. an= greifend für Dich ist, zu wissen u. ich deß= halb doppelt beunruhigt bin daß ich keine bes= seren Nachrichten über Dein Befinden erhielt. Mag Gott geben daß Du Dich in den 8 Tagen die Ihr ruhig in Neapel bleibt ganz erholst. Tante Bufleb hatte es für mich übernom= men Dir am Sonabend zu schreiben u. den Brief nach Cairo geschickt weil ich durch Unwohlsein noch verhindert war es selbst zu thuen. Die vorige Woche war eine schlechte für uns, der gute Vater u. ich lagen beide zugleich krank, wie er sich zu Bette legte habe ich mich wieder aufgerafft, den ganzen Tag aber in Kleidern auf dem Bett gelegen um ihm helfen zu können wenn er etwas bedurfte. Ich hatte das Gefühl, als wenn ich gar nicht mehr
