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Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Taylor, March 6, 1873

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[page 2, left-hand side of sheet 2]

Durch die große Aufregung wurde es ihm natürlich sehr viel schwerer sie aufzusetzen, unzählige mal habe ich wieder ausstreichen müssen was er mir dicktirt u. oft wusste er am Ende des Tages wusste er nicht mehr was er zu Anfang desselben gesagt. Wie ich sie endlich ins Rei= ne geschrieben hatte war ich wirklich ganz gebrochen in mir, ich hatte gerade den Tag so heftige Kopfweh daß mir das Schreiben gar zu schwer wurde u. ich mich zwi= schendurch immer erst einmal hinlegen musste. Aber doch war ich froh daß ich es durchsetzen konnte daß sie fort= kam, denn nur konnte ich hoffen daß der Vater wieder ruhi= ger wurde u. so war es auch, in den folgenden Tagen kam er nach u. nach wieder in seine gewöhnliche Stim= mung, was eine große Wohlthat für ihn u. für mich war. Er hatte in dem Schreiben die Commissionsmitglieder gebeten ihn von allen seinen übernommenen Arbei= ten zu entbinden, auch vom Vorsitz der ganzen Com= mission u. die Schreiben zuerst an Auwers geschickt. Von ihm kam umgehend ein Brief in welchen [sic] er weitläufig die Sache besprach, Paschens Versehen sehr bedauerte u. den Vater dringend bat sein Gesuch wie= der zurückzunehmen. Darauf schrieb der Vater wie= der einen sehr langen Brief an Auwers, 4 Stunden habe ich daran abgeschrieben, u. setzte darin noch weit= läufiger auseinander wie unrecht Paschen habe u. wie sehr verletzend er gegen ihn gehandelt. Winnecke kam leider 14 Tage später als er angekündigt, mit der größ= ten Sehnsucht hatte ich ihn von Tag zu Tag erwartet da= mit der Vater die Sache mit ihm besprechen könnte was ihn gewiß erleichtert haben würde. Er, Auwers u. Förster thuen nun alles mögliche daß der Vater seine bisherige Stellung in der Commission beibehalte u.

[page 3, right-hand side of sheet 2]

behaupten daß es der ganzen Sache zu sehr schaden würde wenn der Vater zurücktrete, sie könnten ihn nicht entbeh= ren. Es wird nun darauf ankommen ob Paschen zu be= wegen ist seine Schrift zurückzunehmen oder ob es noch zur Abstimmung bei der ganzen Commission kommt u. wie diese Abstimmung ausfällt. So sehr viel besser wäre es für den Vater wenn er von der Sache ganz los käme, aber ich sehe ein daß es kaum gehen wird ohne das gan= ze Unternehmen zu gefährden da die ganze dazu erforderderliche Summe noch nicht bewilligt ist. Förster entschuldigt Paschen mit seiner großen Kränklichkeit, mißbilligt aber sein Schreiben u. Vorgehen gegen den Vater in hohem Grade. - Gestern erhielt ich, nachdem ich lange auf Nachricht gehofft, von Doris einen Brief in welchen [sic] sie sagt daß sie d. 15. März schon Osnabrück verlassen u. den 16. hier bei uns eintreffen werden, worauf sie sich sehr freuten. Daß sie so schnell schon weggehen würden hatte ich nicht erwartet, freue mich aber nun sehr daß sie zu meinem Geburtstag einmal hier sein werden. Gut wäre es ge= wesen wenn ich schon ein anderes Mädchen gehabt hätte denn Alwine bringt zu wenig fertig, neulich hatte sie auch einen sehr bösen Finger daß sie ein paar Tage zu Bette lag u. ich sie deßhalb auch noch immer schonen muß. Zum Glück kann ich Sophie jetzt wieder haben, sie hat ihre Aufwartung bei Möllers aufgegeben, jeden Freitag habe ich sie nun ohnehin zur Hülfe. Mit Frl. O. werde ich ja wenn es mehr zu thuen giebt wieder sehr meine Noth haben, aber wechseln kann ich doch nicht mit ihr, ich habe keine Ahnung wo eine andere, besser passende, zu finden wäre, u. wie neulich Alwine krank lag, hat sie sich durch ihre Unermüdlichkeit doch auch


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