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nur kommen mag denn körperliches Uebelbe= finden liegt doch allemal zum Grunde. Ge= stern war Bruhns da u. hat ihm sehr viel vor= geschwatzt wovon er aber doch aufgefrischt zu sein schien. Die Venusangelegenheiten machen ihm jetzt viel zu schaffen u. auch manche Sorge, glaube ich, u. wünsche oft er hätte das alles nicht. Heute ist wieder ein 1 1/2 Quart= bogen langer Brief von Seidel gekommen der ihn ziem= lich ungeduldig machte, er ist so fürchterlich umständlich in seinen Erörterungen. Diese Woche wird Winnecke einige Stunden, auf seiner Reise nach Berlin u. Ham= burg, bei uns einkehren. Ich bin sehr vorige Woche wieder einen Brief von Lilian erhalten zu ha= ben, sie sagte mir daß wenn ich ihr ein Päckchen schicken wollte, so sei sie bereit es zu empfangen, zugleich bemerkte sie daß ihr Schokolade, [Muß- gräpfel?], Zuckerbräzeln u. Macaronen-Pfeffer= scheiben, auch Serwolatwurst am erwünschtesten sein würden. Es hat mich sehr amüsirt u. ich habe ihr vorigen Freitag mit großen Vergnügen von alledem ein Päckchen zusammengepackt, nur statt der Magaronenkuchen habe ich ihr ein Bis= quittörtchen geschickt. Ich hoffe sie hat es gestern erhalten. Von Frl. Becker sagt sie daß sie sehr nett sei, aber mit der englischen u. ganz besonders mit der deutschen Gouver= nante ist sie nicht zufrieden. Sie schrieb daß es ganz
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