• Contributor Login
  • Transcriber Login
  • Register as a Contributor
Menu
  • german heritage in letters logo
  • News
  • Share Your Letters
  • Help Transcribe
  • Explore Collections
  • Browse Letters
  • Search

Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Taylor, March 21, 1872

Log in to Scripto | View item

http://germanletters.org/plugins/Dropbox/files/Taylor_0307_0002.jpg - image of

« previous page | next page » |

To rotate image, first hold down Alt and Shift keys, then drag with mouse or trackpad (Safari, Chrome & Edge only).

This item is editable!

Current Page Transcription

[page 2, left-hand side of sheet 2]

Emmi u. Else auch u. Ida scheut immer noch sehr den Weg zu uns zu gehen. Ich habe gar zu wenig von ihnen u. empfinde das oft recht schmerzlich. Der liebe Vater u. die gute Tante Augusta hatten mir zwei Geburtstagstische aufgeputzt die mit blühen= den Rosen, Hiacynthen u. andern Blumenstöcken die mit darauf standen sich sehr schön ausnahmen. Die Sonne schien so freundlich dazu in unsern Saal wodurch alles noch festlicher sich ausnahm. Briefe hatte ich von allen Kindern Enkeln u. Freundin= nen bekommen die mir durch die Liebe die sich darin aus= spricht recht wohlthuend waren, aber doch das Trennungs= weh nur wenig lindern konnten. An solchen Tagen empfinde ich es immer wieder von neuem wie leer, [insertion:] es um uns ist [/insertion] wie so ganz anders unser Leben sich gestaltet hat, sonst komme ich nicht viel zur Besinnung, ich kann nur wenig noch leisten u. dieses nie fertig werden giebt mir das Gefühl beständig durch Geschäfte gejagt zu sein. Leider habe ich auch an Frl. [?] noch lange nicht die Hülfe deren ich so sehr bedürf= tig bin, guten Willen hat sie nicht minder wie Frl. Sch. aber sie ist langsam, weiß sich selbst nicht so gut zu helfen u. fasst nicht so leicht auf. Ich bin recht muthlos gewesen in dieser Zeit, je älter man wird, je schwerer wird es sich wieder von neuem mit fremden Personen einleben zu müssen u. für mich die ich ja so ganz von der Außenwelt abgeschlos=

[page 3, right-hand side of sheet 2]

sen lebe, ist das doppelt schwer. Mit meinen Kopf= weh ist es in den letzten 2 Wochen erträglich gegan= gen, ich bin nicht frei davon gewesen aber sie ka= men nicht mit der unerträglichen Heftigkeit. An= dere Schmerzen habe ich noch genug, bald da bald dort u. bin fortwährend sehr angegriffen. Mit des lieben Vaters Gesundheit geht es gut bis auf die Augen die in letzter Zeit wieder schwächer gewesen sind. Ich hatte es vorausgesehen daß das vermehrte Anstrengen derselben bei einer Arbeit die er schnell zum Druck bringen wollte, sie verschlimmern würde. Nun muß ich Dir, liebe Maria, aber auch noch vielen Dank für Deinen Brief vom 22ten Febr. sagen, der mir seines längeren Inhalts wegen um so lieber u. willkommener war. Wegen des Eisenbahnunglücks, worüber die Zeitungen Nachricht gaben hatte ich mich auch um Bayard geängstigt, ich wußte ja daß er im Westen zu der Zeit reiste doch hielt ich dabei das Ver= trauen fest daß ihn Gott behüten würde, wie innig dankbar bin ich daß er es gethan hat! Daß Du, liebe Maria, in Folge einer Erkältung wieder mehr an Magenschwäche leidest ist mir eine Sorge u. thut mir sehr leid für Dich. Wenn Du nur bei den vielen Geschäf= ten die Du vor Eurer Abreise noch zu beseitigen hast Dich nicht zu sehr angestrengt, Magenleiden gerade, werden durch Anstrengung nur zu leicht ver= schlimmert, das habe ich selbst nur zu oft erfahren. Sehr


Comments on This Page

[edit] [history]

Transcribe What You See: As much as possible, transcribe the text as it appears on the page, including original spellings (even if they are incorrect/non-traditional) and keeping abbreviations as written. Insert a return at the end of each line as it appears on the page, and two returns for paragraphs. Transcribe the page in the order in which it was meant to be read: for example, marginal post scripts should be placed at the end of your transcription.

For more guidance, please visit our Scripto tips page.

Wunderbar Together logo
German Historical Institute logo

  • ©2021 German Historical Institute Washington DC. All rights reserved.
  • Privacy Policy
  • Impressum
  • Site by Artefacto