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Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Taylor, May 13, 1872

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[page 2, left-hand side of sheet 2]

das Haus vermiethet ist war mir eine sehr frohe Nachricht, wenn auch zu einem sehr geringen Preiß, so ist es doch viel besser als wenn es leer steht zumal Ihr ja auch meint daß es in gute Hände kommen wird. Es ist mir eine große Beruhigung daß sich das noch so gefunden hat. Ich habe diese Tage im= mer u. immer wieder an Euch gedacht, wie unruh= ig werden sie sein! Viel zur Besinnung wer= det Ihr wohl darüber daß Ihr das Euch selbst ge= schaffene Heim vielleicht für immer verlasst, wer= det Ihr wohl nicht kommen, mir aber hier in der Ferne ist das Herz doch recht bewegt davon. Es sind, glaube ich schon wieder länger als 3 Wochen seit ich Dir zuletzt schrieb, die Zeit will mir nie mehr ausreichen, sie fliegt mir in Sturmes= eile dahin, so vieles liegt mir ab u. dazu wol= len oft die Kräfte nicht ausreichen. Sehr viele Sorge um Wilhelms Frau habe ich auch gehabt u. viel Anstrengung dazu, das hat mich wieder ganz mit meiner Gesundheit zurückgebracht, ich war vorige Woche recht krank u. fühle mich noch nicht wieder wohl. Ida musste sich vor 3 Wochen wieder legen zu ihrer großen Schwäche gesellten sich auch noch Herzbeschwerden, Wilhelm war wie= der fast wieder 2 Wochen auf Reisen u. gab erst in den letzten Tagen Nachricht, so daß wir gar nicht

[page 3, right-hand side of sheet 2]

wussten wohin wir ihm eine Nachricht konnten zu= kommen lassen. Ich war wirklich so böse über ihn, ich kann es nicht sagen wie. Wie er zurückkam entschloß er sich schnell u. ließ einen Arzt von Jena kommen, der hielt eine Untersuchung für nöthig u. fand dabei einen kleinen Polypen in den inneren Theilen den er für die Ursache ihres Leiden hielt. Er hat ihn ihr gleich denselben Tag noch weggenommen, die Operation war leicht u. nicht schmerzhaft, aber ihre Schwäche u. Auf= regung noch sehr groß. Es sind seitdem 2 Wochen vergangen in denen ihr Zustand sich nach u. nach gebessert hat, gestern u. vorgestern hat sie wieder einige Stunden außer Bette zugebracht. Die Herzbeschwerden haben ganz aufgehört. Zu Ende dieser Woche wird endlich ihre Mutter kommen das wird wohlthätig auf sie wirken. Die beiden ältesten Kinder habe ich in den 3 Wochen mit nur wenig Ausnahme immer bei mir gehabt. Der Arzt versichert daß sie sich nun ganz erholen wird. Sie braucht seit November die Heilgymnastik, der Schwede kam zu ihr ins Haus bis der fremde Arzt gerufen wurde, sie hatte diese Kur angefan= gen ohne Madlung etwas davon zu sagen u. hat ihn auch in der ganzen Zeit in der sie so vielmal wegen Blutverlust gelegen, nie


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