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Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Taylor, May 13, 1872

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[page 1, right hand side of sheet 1]

Gotha, den 13ten May, 1872

Meine liebste Maria!

So muß ich Dir doch noch meine herzinnigsten Glückwünsche zu Deinen [sic] Geburtstag nach Ame= rika senden, schon hatte ich gehofft daß mir die= ses Jahr die Freude werden würde Dir sie münd= lich sagen u. den Tag mit Dir hier verleben zu können. Möge Gott Dir ein glückliches Jahr schen= ken, Gesundheit u. alles was zu Deinen [sic] Glück beitragen kann. Mit vieler Liebe werden mei= ne Gedanken den 2ten Juny zu Dir hinfliegen, die Hoffnung auf ein nahes Wiedersehen wird mir die Sehnsucht lindern u. uns beiden das Herz freudig bewegen. Innig bitte ich Gott daß er Euch glücklich über das Meer geleiten u. uns ein frohes Wiedersehen schenken möge. Ob= gleich Dein lieber Brief, für den ich Dir herzlich danke, mich etwas enttäuschte, da ich die Hoff= nung Euch früher schon hier zu sehen immer be= halten hatte, so war ich doch sehr froh zu erfahren daß Eure Abreise nun fest bestimmt ist. Auch daß

[page 4, left-hand side of sheet 1]

Mai '72

rufen lassen u. so kann man ihm auch nichts dabei zur Last legen. Wilhelm bestand darauf daß diese Kur ihr helfen müsse, ich war ganz unglücklich darü= ber u. habe so oft gesagt:"setzt doch nur einmal da= mit aus" aber da war gar nichts zu machen sie blieben beide dabei daß Ihr damit geholfen würde. Mit dem guten Vater ist es auch die letzte Zeit nicht recht gut gegangen, er war körperlich sehr angegriffen u. seine Augen schwächer. Am Freitag reiste er endlich nach Leipzig zu den [sic] Augen= arzt, es war mir recht ängstlich ihn allein rei= sen zu lassen aber da ich eben erst krank gewesen konnte ich nicht mit. Scheibner hat ihn dort auf dem Bahnhof erwartet u. sich seiner angenom= men. Gestern Nachmittag kam er zurück, sehr ermüdet u. angegriffen u. hat sich auch heute noch nicht wieder davon erholt. Der Ausspruch des Arztes über sein Augenleiden ist aber günstiger gewesen als ich erwartete. Er hat die Augen lan= ge untersucht u. gefunden daß die Verdichtung in dem einen Auge hinter der Linse ist u. das Leiden in einer Entzündung der Augenadern liegt, daß bei diesen Leiden aber nie gänzliche Erblindung eintrete. Das ist doch schon ein sehr großer Trost. Er hat ihm mehreres verordnet u. besonders gänzliche Schonung der Augen vier


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