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Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Taylor, December 28, 1871

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[page 1, right-hand side of sheet 1]

Gotha, den 27. Dec. 1871

Meine liebste Maria!

Obgleich es mein Wille war Dir noch in voriger Woche für Deinen lieben Brief vom 8ten December zu danken, so konnte ich es doch nicht ermöglichen, meine Kräfte reichten nicht aus zu all den Anforderungen die gera= de in dieser Woche an mich herantraten. Zuerst will ich Dir nun sagen, liebe Maria, wie sehr froh ich war zu erfahren daß Du die Uebersiedlung nach Neu-York ohne Nachtheil für Dein Befinden überstanden hattest, ich hatte mir manche Sorge darum gemacht u. bin nun viel beruhigter zu wissen daß Ihr Euch wohl dort fühlt u. es mit Deiner Ge= sundheit besser geht. Meinen letzten Brief den ich nach des Vaters Geburtstag schrieb, wirst Du hoffentlich zu Weihnachten erhalten haben u. auch die Papieterie für Lilian angekommen sein. Wir haben die Weihnachtstage ziemlich stille aber doch froh verlebt, zur Bescherung

[page 4, left-hand side of sheet 1]

zu viel mit Ausgehen zu, die große Stadt bie= tet gewiß Veranlassung genug dazu u. bringt Dir selbst im Hause viel Unruhe was nach der schweren Krankheit die Du überstanden nicht heilsam für Dich ist u. so leicht einen Rückfall veranlassen könnte. Wir haben nach den wenig sehr kalten Tagen die wir Anfang December hatten, herrliches Winterwetter meist nur einige Grad Kälte, oft am Tage 1 - 2° Wär= me u. herrlich klaren Himmel dabei. Lina will eben auf den Parkteich gehen um sich mit Schlittschuhlaufen zu amüsiren, das würde Lilian auch viel Vergnügen machen, überhaupt wünsche ich so oft daß die beiden zusammen bei uns sein könn= ten u. hoffe immer noch daß es im nächsten Jahr so sein kann, Lina hat keinmal eine Abwandlung von Heimweh gehabt, ich kann gar nicht sagen wie froh ich darüber bin. Ich hoffe daß Ihr Hans Braun am Christabend bei Euch gehabt habt, seine Mutter äußerte neulich daß sie viel darum gäbe wenn sie wüßte daß Hans nur wenigstens einen leidlich frohen Christabend hätte. Sie u. beson- ders auch der Onkel Leopold sind immer noch sehr tief gedrückt über Adolphs Verlust. Daß Hans ein so theurer Ueberzieher gestohlen worden ist war eine sehr unangenehme Nachricht für sie, mir thut

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