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Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Taylor, November 27, 1871

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[page 2, left-hand side of sheet 2]

ihr das mit recht herzlichen Grüßen zu sagen. Für Lilian's Brief u. Deine beiden, der letzte kam vorgestern an, danke ich herzlich, es war eine Wohlthat für mich durch sie beruhigende Nachrichten zu erhalten, Gott gebe daß Du Dich bald ganz erholst u. Deine Ge= sundheit ganz hergestellt wird! Ich bin nun auch seit einigen Tagen wieder außer Bette u. erhole mich jeden Tag etwas mehr aber die Kräfte nehmen nur sehr langsam zu. Ich habe schreck= liche Schmerzen ausgehalten u. wundere mich daß mein schwacher Körper sie tragen konn= te, es war ein Glück daß meine Natur Kraft genug hatte die Krankheit auf äußere Theile zu treiben, nachdem die furchtbaren Kopfschmer= zen, die ich Tag u. Nacht so viele Tage hatte endlich sich minderten bekam ich beide Hände voller Gichtbeulen. Sie schmerzten furchtbar, oft meinte ich ihn nicht länger aushalten zu können, aber die homöopathischen Arzneien halfen mir doch schneller davon als wir alle glaubten, denn solche Gichtleiden halten ja nicht sehr lange an. Das schreckliche Brennen u. Jucken in den Händen kommt freilich noch oft u. die Empfindlichkeit daran ist sehr groß, aber der Geschwulst ist ganz weg u. die Haut schält sich überall wo es am schlimm=

[page 3, right-hand side of sheet 2]

sten war, ab. Vielleicht wird meine Gesundheit nun besser denn Madlung ist fest der Meinung daß diese Krankheit mir schon lange im Körper gelegen habe. Durch das Impfen ist sie zum Ausbruch ge= kommen u. verschlimmert worden, das bin ich fest überzeugt denn es war zu auffallend wie schon den 2ten Tag danach alle meine Leiden, auch solche die ich seit langer Zeit nicht gehabt, wie heftiges Herzklopfen u. Stocken des Herzschlags u. noch andere sich einstellten. Die gute Tante Auguste hat mir, ob= gleich sie selbst einen sehr bösen Arm vom Impfen hatte, viel Liebe u. Theilnahme erwiesen, auch Luischen Kellner war sehr theilnehmend u. Frl. Schilbach hat mich gut gepflegt, es ist wirklich ein Glück daß ich sie habe. Um Lina hatte ich auch rechte Sorge, bei ihr waren keine Blattern nach dem Impfen gekommen, den 6ten Tag danach bekam sie Fieber mit heftigen Kopfweh u. Glieder= schmerzen, Madlung machte ein ganz bedenk= liches Gesicht dazu, doch besserte es sich Gott sei Dank bald u. schon den andern Tag wurden wir durch ihr Besserbefinden von der namenlosen Sorge, daß sie die Blattern bekommen könnte, befreit. Dem lieben Vater geht es gut, zuweilen ist er angegriffen, aber es giebt sich doch immer


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