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Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Taylor, March 20, 1871

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[page 1, right-hand side of sheet 1]

[written in pencil:] Gotha, März 20. '71. [/written in pencil]

sich überzeugt habe daß das Uebel nur in den dorti= gen Kulturzuständen läge, was er damit sagen will, ver= stehe ich nicht. Die Augen wären beide ganz gesund nur überweitsichtig u. der Arzt habe ausgesprochen daß die Granulation der Augenlieder Nebensache sei u. das Hauptübel in der Weitsichtigkeit liege, wodurch die Augenmuskeln zu sehr angespannt würden u. die Kopfweh, an denen sie so oft leidet, [?] Gebrauch der Augen bei nahen Gegenständen verursachten. Ich kann nun nicht begreifen wie Wagner dieses Leiden so leicht nehmen kann, Ueber= weitsichtigkeit ist ja viel ängstlicher wie zu große Kurzsichtigkeit, Madlung, mit dem ich darüber sprach war auch dieser Meinung, u. der Ansicht daß wenn die Granulation ganz gehoben wäre, sich auch die Ueberweitsichtigkeit bessern könne. Das Uebel hält ja nun schon 2 Jahre an, wenn sie sich nur ent= schließen könnten sie hierher zu schicken, die gänzli= che Luftveränderung wäre doch vielleicht heilsam. Doch nun muß ich Dir erst sagen, liebe Maria, wie unendlich leid es mir thut daß Du wieder so lange keinen Brief von mir gehabt, ich hoffe daß der welchen ich am 9ten an Dich schrieb noch angekom= men sein wird, ich war wirklich gar zu leidend um ofters schreiben zu können u. in letzter Zeit

[page 4, left-hand side of sheet 1]

schwach u. theilnahmlos u. das Blasenleiden einmal sehr vermehrt. Es ist ein recht trauriger Zustand mit ihm. Des Onkel Leopold Besserung schreitet auch nur langsam vor, der Husten ist noch nicht zu beseitigen gewesen doch sehr vermindert, wärmeres Wetter wird vielleicht anhaltende Besserung bringen. Sie sind jetzt sehr besorgt um Hans, es ist aber auch recht traurig daß er durch [Netterlein's?] Bankerott in eine so unangenehme Lage kommt. Du schreibst gar nichts davon. Deines lieben Mannes Brief hat mir denn nun doch die sichere Hoffnung gebracht daß Ihr näch= stes Jahr kommen werdet, freilich ist es noch eine lange Zeit aber ich will doch mich gerne darein finden wenn uns nur dann ein frohes Wiedersehen zu Theil wird. Auf den Besuch seiner Eltern freuen wir uns sehr, im Juny können wir sie wohl erwarten. Ich hoffte schon mit einer früheren Gelegenheit Dir, lie= be Maria, etwas zum Geburtstag schicken zu können aber da die Schwester der Schreiber ihre Reise aufgege= ben hat ist diese Hoffnung vereitelt. Deinen lie= ben Brief vom 20ten Februar habe ich mit vie= lem Dank erhalten, alles was Du mir darin schreibst habe ich mit großem Interesse gelesen, mich über vieles gefreut u. bin froh zu wissen daß er die an= strengende Arbeit des Faust nun überstanden hat.


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