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Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Taylor, March 2, 1871

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[page 2, left-hand side of sheet 2]

vielmehr glaubt daß es von Ueberanstrengung der Augen entstanden ist u. auch vielleicht das an= haltende Schneelicht dieses bösen Winters es verschlim= mert habe. Er hat sie die letzten Wochen wirklich gewissenhaft geschont da aber gar keine Bes= serung eingetreten fängt er in diesen Tagen wieder an etwas zu arbeiten, wohl nur des Mor= gens u. in Zwischenpausen, aber es kümmert mich doch u. schadet ihm gewiß. [underline in pencil:] Seine Geschäftsbriefe die er bekommt lese ich ihm vor u. er dicktirt mir die Ant= wort darauf, auch vieles andere schreibe ich ihm u. lese ihm vor aber gerade bei seinen Arbeiten ist das sehr schwierig, Formeln u. Rechnungen kann ich ihm doch nicht lesen. [/underline in pencil] Frl. Schilbach ließt ihm die Zeitungen u. einiges aus den Journalen vor, daß wir sie haben ist wirklich ein wahres Glück, ich weiß nicht wie es uns diesen Winter ohne sie ergangen wäre. Des Vaters schweres Gehör erschwert das Vorlesen auch u. ist wohl mit Grund daß er sich nicht noch mehr vorle= sen lässt. [underline in pencil:] Er will dennoch den 20ten März zur Venusconferenz nach Berlin u. hofft eine Besserung von der Luftveränderung, jedenfalls wird ihm ja die Zerstreuung wohltätig sein aber große Sorge macht es mir daß er alleine reisen will. [/underline in pencil]

[page 3, right-hand side of sheet 2]

Er ist gar zu reizbar u. ich fürchte fast daß die Con= ferenz nicht ohne Aufregung für ihn ablaufen wird. Ich reiste ja gerne mit ihm, wenn ich nur kräftig genug dazu bin, denn immer ist noch keine anhaltende Besserung bei mir eingetreten, aber ich glaube auch daß er das gar nicht zugeben wird, noch habe ich nichts davon erwähnt, wenn er einmal in ruhiger Stim= mung ist will ich mit ihm darüber sprechen, [underline in pencil:] im 76ten Jahre sollte man eine solche Reise nicht mehr allein unternehmen. Die geschäftlichen Arbeiten die ihm als Präsident der Venuscomission zu= kommen hat er für's erste Auwers übertragen, der sich schon immer alle Mühe gegeben hat sie ihm zu erleichtern. [/underline in pencil] Nun muß ich Dir aber erst sagen, liebe Maria, daß alles was Du mir von lieb Lilian geschrieben mich sehr erfreut hat, an dem Brief welchen sie der Tante Auguste geschrieben, habe ich auch mit vieler Freude wahr genommen daß sie sehr gute Fortschritte, nicht alleine im Schreiben, sondern auch in der Art ihre Gedanken niederzuschreiben, große Fortschritte gemacht hat. Ich bin recht froh daß sie in Neu-York keine Schule besucht, der Unterricht den Du ihr giebst wird der vortheilhaftere für sie sein. An der Tanzstunde wird sie viel Vergnügen haben u. das gönne ich ihr so von ganzem Herzen u.


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